Freitag, 30 Januar 2026
Freitag, 23 Januar 2026
Takaichi war im Oktober als erste Frau ins höchste Regierungsamt gewählt geworden. Ihr Kabinett genießt in Umfragen Zustimmungswerte von rund 70 Prozent. Im Abgeordnetenhaus hat Takaichis Regierungskoalition - zu der auch die rechtsgerichteten JIP gehört - jedoch nur eine knappe Mehrheit, was die Durchsetzung von Takaichis ehrgeizigen Reformplänen erschwert.
Japans Regierung hat für das am 1. April beginnende nächste Fiskaljahr einen Rekordhaushalt von 122,3 Billionen Yen (umgerechnet rund 665 Milliarden Euro) auf den Weg gebracht. Mit dem Entwurf sollen sowohl die höheren Verteidigungsausgaben als auch die steigenden Kosten für die Sozialversicherung finanziert werden. Takaichi hofft auf die baldmöglichste Zustimmung des Parlaments.
Neuwahlen, bei denen Takaichi ihre Macht im Parlament ausbauen kann, könnten Analysten zufolge auch ein Zeichen an China senden, dass die Regierungschefin die breite Unterstützung ihre Volkes genießt, und so ihre Verhandlungsposition gegenüber Peking stärken. Die Beziehungen zwischen Tokio und Peking haben sich verschlechtert, seit Takaichi im Japan ein militärisches Eingreifen Japans in Aussicht gestellt hatte, sollte China die selbstverwaltete Insel Taiwan angreifen.
Drei Menschen sind bei Unfällen auf der Autobahn 44 nahe Paderborn gestorben. Elf weitere wurden nach Angaben der Polizei verletzt. Demnach kam es auf der Strecke zwischen den Anschlussstellen Marsberg und Lichtenau zu insgesamt 18 Unfällen.
Unter anderem stand ein Lastwagen nach einem Unfall mit einem Sattelauflieger in Brand. Der Lkw-Fahrer habe nicht mehr lebend aus dem Führerhaus geborgen werden können und sei noch an der Unfallstelle gestorben. Der Fahrer des Sattelzuges sei ins Krankenhaus gebracht worden. Den Angaben zufolge starben außerdem bei einem weiteren Unfall in Richtung Kassel zwei Menschen.
Details zu den Unfallhergängen nannte die Polizei nicht. Grund seien in vielen Fällen vermutlich glatte Straßen. Die A44 ist aktuell in beide Fahrtrichtungen gesperrt.
Sie sei schon immer ein bisschen hektisch und spontan gewesen, sagt Jacqueline Kretschmann. "Ich mache immer alles ziemlich schnell", so die 57 Jahre alte Berlinerin. Anfangs machten sie und ihr Mann Steffen Schostok sich daher keine Sorgen. Zum Beispiel, als sie nach dem Betreten eines Raumes nicht mehr wusste, was sie dort eigentlich wollte, oder Dinge in ihrem Haus nicht mehr wiederfand. Dass sich etwas Unumkehrbares anbahnte, ahnten sie und ihr Mann da noch nicht.
Vier Jahre später sitzt das Ehepaar in einem Zimmer der Berliner Charité. Die Vergesslichkeit hat jetzt einen neuen Namen: Alzheimer. Die zierliche Frau hängt an einem Tropf, der ein großes Versprechen bereithält - das Fortschreiten der Krankheit zu verlangsamen. Donanemab (Handelsname Kisunla) heißt das Medikament, das die 57-Jährige an diesem kalten Januartag zum ersten Mal verabreicht bekommt. "Mal sehen, ob das hilft", sagt Kretschmann, kurz bevor es losgeht.
Medikament verspricht keine Heilung
Das Medikament ist erst seit November in Deutschland verfügbar. "Die Therapie stellt keine Heilung dar, aber Studien mit Donanemab haben eindeutig eine Verlangsamung der Erkrankungsprogression gezeigt", erklärte der Neurologe Jörg Schulz einmal. Innerhalb von 18 Monaten sei ein Zeitgewinn von vier bis sechs Monaten möglich. Anders als bisherige Alzheimer-Medikamente behandelt der Antikörper nicht nur Symptome, sondern zielt auf zugrundeliegende Krankheitsprozesse ab.
An der Charité werden derzeit etwa 50 Menschen mit Donanemab oder Lecanemab - dem ersten zugelassenen Alzheimer-Medikament dieser Art, das bereits seit September in Deutschland verfügbar ist - behandelt. Maria Buthut ist Neurologin an der Universitätsklinik und leitet gemeinsam mit dem Neurologen Harald Prüß die Gedächtnissprechstunde für Alzheimer-Patienten am Campus Mitte. Seit drei Jahren ist Jacqueline Kretschmann bei ihr in Behandlung. "Menschen setzen sehr große Hoffnungen in diese Therapie", sagt die Neurologin, die Mitglied des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen ist.
Wer kommt für eine Behandlung infrage?
Fast alle ihre Patientinnen und Patienten mit Alzheimer-Diagnose äußerten Interesse an den neuen Medikamenten. Sie müsse die Hoffnungen in den Gesprächen aber oft sehr stark relativieren. "Die Nachfrage ist sehr viel höher als die Zahl der Patienten, denen wir eine Behandlung empfehlen."
Für eine Behandlung kommen nur Menschen in einem sehr frühen Alzheimer-Stadium infrage. Außerdem darf ein bestimmtes Risikogen höchstens einmal vorliegen. Donanemab wird alle vier Wochen per Infusion verabreicht. Lecanemab muss alle zwei Wochen gegeben werden.
Gewohnte Tätigkeiten dauern länger
Jacqueline Kretschmann befindet sich nach Einschätzung von Buthut im Bereich einer leichtgradigen Demenz. Die 57-Jährige ist noch ziemlich fit. 90 bis 95 Prozent aller Dinge könne sie noch alleine machen, sagt ihr Mann, der 68 ist. Einkaufen aber zum Beispiel falle ihr zunehmend schwer, Orientierung sei ein Problem, gewohnte Tätigkeiten dauerten länger. Und es gebe immer wieder Gedächtnislücken. Als sie auf einem Schreiben das aktuelle Datum notieren soll, muss ihr Mann helfen. Welcher Tag? Welcher Monat? Welches Jahr?
Auch den letzten Urlaub an Silvester hat sie kurz wieder vergessen, das Jahr ihrer Hochzeit kann sie nach langem Grübeln zumindest ungefähr nennen. Wenn sie erzählt, muss sie manchmal länger nachdenken und nach den richtigen Worten suchen. Geduldig lässt ihr Mann sie immer erst selbst überlegen, bevor er hilft. Manchmal zieht er sie liebevoll damit auf, wenn sie sich an etwas nicht erinnert. Von der Alzheimer Gesellschaft in Berlin bekommt das Paar Unterstützung. Der Verein bietet psychosoziale Beratungen, Angehörigengruppen, Schulungen und die Vermittlung ehrenamtlicher Helfer an.
Medikament nicht ohne Risiken
Kretschmann musste zahlreiche Tests und Untersuchungen durchlaufen, bis sicher war, dass sie eine Therapie mit Donanemab beginnen kann. Zu den Risiken beider Medikamente zählen Veränderungen im Gehirn – etwa Ödeme oder Mikroblutungen. Das Risiko sei bei Donanemab höher, sagt Peter Berlit, Generalsekretär der Deutschen Gesellschaft für Neurologie. Zudem weisen bisherige Analysen darauf hin, dass die Wirksamkeit bei Frauen teils geringer ausfallen könnte als bei Männern.
"Furchtlos und optimistisch"
Damit Veränderungen früh erkannt werden, muss Kretschmann während der Behandlungszeit regelmäßig ein MRT machen lassen. Trotz ihrer zarten Figur wirkt die Berlinerin außerordentlich robust. Sie ist fröhlich, lacht viel und wirkt lebensfroh. "Meine Frau macht eben alles, was möglich ist. Immer furchtlos und optimistisch", sagt ihr Mann. Wie das Medikament bei ihr wirke, bleibe abzuwarten, sagt Kretschmann. "Mir bleibt ja nüscht anderes übrig", sagt sie im feinsten Berliner Dialekt. Auch sonst nimmt sie alles stoisch hin, so scheint es. Auf die Frage, ob sie vor irgendetwas in der Zukunft Angst habe, antwortet sie voller Überzeugung mit "Nö!". Sie versuche, stets positiv zu bleiben. "Was kommt, kommt."
Dass nicht alles immer leicht ist, merkt man dann aber doch in einigen Momenten. Als es darum geht, wie sie die Alzheimer-Diagnose vor vier Jahren aufgenommen habe, reagiert Kretschmann erst fast ein bisschen trotzig: "Ach, wir haben die angenommen, ganz einfach." Ihr Mann wendet ein: "Na ja, es war schon niederschmetternd. Du hast geweint." Sofort füllen sich die Augen seiner Frau jetzt mit Tränen. Sie kann nicht mehr weitersprechen, wirkt tieftraurig. Auch als es darum geht, wie viele Jahre ihr noch bleiben könnten, muss sie fast weinen.
Das Ehepaar hält zusammen
Wie geht es dem Ehemann mit der Krankheit seiner Frau? "Schlecht", antwortet er. Er habe Schlafstörungen und mache sich Sorgen, dass er selbst krank werden und sich nicht mehr ausreichend kümmern könnte. "Alles andere schaffen wir."
Kretschmann hat keine Begleiterkrankungen, ein gutes Bildungsniveau, ist sozial gut eingebunden und nicht depressiv. All das seien Faktoren, die sich positiv auf den Verlauf der Krankheit auswirken könnten, sagt Buthut. Allerdings sei sie für eine Alzheimer-Patientin noch relativ jung. "Je jünger man ist, desto schneller schreitet die Krankheit voran." Sie erlebe Kretschmann als optimistisch, zukunftsorientiert und kämpferisch. Aber Alzheimer sei nun einmal eine unheilbare Erkrankung, die früh in Abhängigkeit von anderen führe.
Sie hoffe, dass sich der geistige Abbau ihrer Patientin mit Hilfe des Medikaments in den kommenden Jahren verlangsame. Genau könne das aber niemand voraussagen. Wenn es keine Nebenwirkungen gebe, bekomme Kretschmann in den kommenden 18 Monaten alle vier Wochen eine Donanemab-Infusion - "in der Hoffnung, dass wir ihr damit Zeit schenken".
Die Alzheimer-Patientin und ihr Mann sind beide in Rente und genießen die freie Zeit. Sie reisen gerne. Letztes Jahr ging es in die Karibik. Die 57-Jährige möchte gerne noch mal nach Brasilien. Sie wünscht sich, dass das Medikament wirkt und ihre Alzheimer-Erkrankung nur langsam voranschreitet. "Und dass wir das Beste draus machen, wa?", sagt sie. "Wat anderes ist nicht."
Mit zwei kurzen Videos auf Instagram sorgte Tim Bendzko in den vergangenen Monaten für Aufregung bei Fans und Medien: Im November sprach der Popsänger erstmals über sein Ehe-Aus, kürzlich deutete er an, sein kommendes Album könnte sein vorerst letztes sein.
Die Clips sorgten für etliche Klicks und Schlagzeilen - und das passenderweise vor der heutigen Veröffentlichung von "Alles, nur nicht zurück". Im Interview der Deutschen Presse-Agentur sprach Bendzko jetzt über seine Aussagen - und ordnete sie ein.
Die Karriere von Tim Bendzko nimmt vor 15 Jahren Fahrt auf
Vor 15 Jahren landete der in Ostberlin geborene Musiker, der bei einem Talent-Wettbewerb der Söhne Mannheims entdeckt wurde, seinen ersten und bislang größten Hit: "Nur noch kurz die Welt retten". Viele Popfans schlossen den gefühlvollen Songwriter mit den blonden Locken in ihr Herz, es folgten Songs wie "Wenn Worte meine Sprache wären", "Keine Maschine", "Am seidenen Faden" oder "Hoch".
Schnell interessierten sich Boulevardmedien auch für das Privatleben des Sängers, der optisch gern mal mit Matthias Schweighöfer verglichen wird. Während der Schauspieler kürzlich seine Hochzeit mit Partnerin Ruby O. Fee öffentlich machte, hält Bendzko sich bedeckt, wenn es um Privates geht.
Die Ausnahmen: Anfang 2021 erwähnte er in sozialen Medien erstmals die Geburt seines Sohnes, Ende 2025 dann die Trennung von seiner Frau. Wenig später veröffentlichte er die Ballade "Immer", in der er singt: "Ich wollte dir nie wehtun, ich hoffe, das verstehst du, ich sollte nicht der Grund für deine Tränen sein."
Eine private Botschaft mit unzähligen Reaktionen
"Klar ist das ein Thema, bei dem das Interesse ein bisschen größer ist, weil es vermeintlich privat ist. Am Ende habe ich mich dazu jetzt ja einmal öffentlich geäußert, um klarzumachen, in welchem Rahmen ich diesen Song geschrieben habe", erklärt der 40-Jährige. "Aber ich habe auch gesagt, dass ich dazu nichts mehr sagen werde."
Der Instagram-Post zum Ehe-Aus hat mittlerweile 130 000 Likes und Millionen Aufrufe. "Ich habe noch nie so viele Nachrichten bekommen von Menschen, die sich bei mir bedanken. Weil sie sehen, dass sie mit ihren Sorgen oder Erfahrungen, die sie in ihrem Leben machen, nicht alleine sind."
Auch in "Anders" lässt der Popsänger augenscheinlich tief in seine Seele blicken. Der Ohrwurm klingt wie eine öffentliche Entschuldigung an eine Ex-Partnerin: "Ich war irgendwie anders und ich versteh' deine Wut. Aber ich war ganz durcheinander, als hätt' mich jemand verflucht."
Und im Lied "Zu verschieden", das auf seiner Tour nach dem Ende des Konzerts vom Band abgespielt werden soll, heißt es: "Wir sind nicht zu verschieden, lass uns doch gemeinsam weitergehen. Unsere Herzen schlagen leise, weil sie sich auch ohne Lärm verstehen."
Ein Album ohne Filter
"Schon beim ersten Song "Alles, nur nicht zurück", den ich fürs Album geschrieben habe, war klar, es gibt keine Filter. Ich schreibe das, was mein Bauchgefühl mir vorgibt zu schreiben", sagt Bendzko über seine offenen und ehrlichen Worte auf seinem sechsten Album.Private und auch berufliche Einschnitte (Bendzko gründete unter anderem sein eigenes Label und wechselte das Management) setzen den Ton für zwölf Songs, die sich viel um den Mut zu Veränderungen drehen - und eigentlich immer positiv bleiben.
"Kopf hoch" oder "Alles in Bewegung" sind textlich und melodisch so motivierend, dass sie durchaus auch im Rahmen der Olympischen Winterspiele oder der Fußball-WM laufen könnten. "Es kann schon sein, dass das so ein bisschen vom Sport herrührt. Ich war auf einer Sportschule und habe Fußball gespielt bei Union Berlin. Und ich war in einer Gruppe schon immer eher derjenige, der sagt: "Komm, wir schaffen das jetzt.""
"Alles, nur nicht zurück" ist ein persönliches Popalbum, bei dem auch musikalisch einiges in Bewegung ist. Es pendelt zwischen ruhigen Tönen und elektronischen Beats, beinhaltet Chöre, Kanons und Sound-Effekte, für die unter anderem das Produzentenduo Truva verantwortlich ist.
Ein Leben ohne Musik?
Und was steckt nun hinter der Instagram-Ankündigung, "Alles, nur nicht zurück" sei sein vorerst letztes Album? Etwas überspitzt formuliert, sagt Bendzko, der im Mai auf Tour geht. "Ich habe nicht vor, mit Musik aufzuhören. Ich werde auch niemals ankündigen, damit aufzuhören. Dafür ist Musik mir zu sehr ein inneres Grundbedürfnis." Er habe lediglich das Gefühl, sich nach diesem Album etwas Zeit lassen zu können, die musikalische Zukunft zu planen. "Aber ich werde auf jeden Fall weiter Songs schreiben."
20:15 Uhr, RTL, Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!, Dschungelshow
Zwölf Prominente ziehen ins Dschungelcamp ein und kämpfen um den Titel des Dschungelkönigs sowie 100.000 Euro. Der Weg dorthin ist hart. Im australischen Busch warten anspruchsvolle Prüfungen, starke emotionale Momente und ein Alltag ohne Komfort, Freunde oder Familie. An 17 Abenden führen Sonja Zietlow und Jan Köppen live durch die Show. Auch Dr. Bob begleitet das Abenteuer.20:15 Uhr, Das Erste, Anna und ihr Untermieter: Volles Haus, Komödie
Bei Anna (Katerina Jacob) geht es drunter und drüber. Die Hochzeitsvorbereitungen für Tochter Karin (Katharina Schlothauer) laufen auf Hochtouren. Gleichzeitig stellt Enkelin Nele (Johanna Schraml) existenzielle Fragen, die selbst Anna ins Grübeln bringen. Als Nele außerdem verlangt, den ungeliebten Opa Horst (Herbert Knaup) wieder in die Familie aufzunehmen, eskaliert der Konflikt. Zusätzlich sorgt ein Vorfall bei der "Tafel" für Unruhe. Eine junge Mutter bricht zusammen und kommt ins Krankenhaus. Werner Kurtz (Ernst Stötzner) nimmt daraufhin spontan deren kleine Tochter Pia (Soraya Maria Efe) mit in die Alten-WG.
20:15 Uhr, ZDF, Die Chefin: Die von der anderen Seite, Krimiserie
Überfälle auf den Kiosk von Anna Zeitler (Anna Grisebach) sind in der trostlosen Plattenbausiedlung keine Seltenheit. Der Mord an dem Jugendlichen Adil Assam (Mochles Nassery) erschüttert jedoch selbst abgebrühte Anwohner. In der Rechtsmedizin werden am Opfer Rückstände eines Gaspistolen-Stoffes gefunden. Mit genau dieser Waffe hatte sich Anna Zeitler bei früheren Überfällen verteidigt. Die Frage steht im Raum, ob sie sich an Adil mit tödlichen Folgen gerächt hat.
20:15 Uhr, ProSieben, Die Tribute von Panem - The Hunger Games, SciFi-Action
Im diktatorisch regierten Panem werden jedes Jahr die grausamen "Hungerspiele" ausgetragen. Sie dienen dem Kapitol als Machtdemonstration. Aus jedem Distrikt müssen zwei Jugendliche antreten. In diesem Jahr sind es Katniss (Jennifer Lawrence) und Peeta (Josh Hutcherson). Beide kämpfen ums Überleben. Ihr Verhalten stellt jedoch die bestehenden Regeln infrage und setzt eine Entwicklung in Gang, die das System erschüttert.
21:15 Uhr, ZDF, SOKO Leipzig: Was bleibt, Krimiserie
Ein Raubüberfall auf ein Baustoffcenter gerät außer Kontrolle. Die Filialleiterin stirbt durch einen Schuss, ein Täter wird schwer verletzt, ein weiterer kann entkommen. Für Jan (Marco Girnth) holt ihn die Vergangenheit ein. Bei der Verfolgung des Flüchtigen trifft er auf Rico Schäfer (Felix Bold). Dieser Mann hat vor 19 Jahren Jans Freund und Kollegen Miguel Alvarez erschossen. Rico behauptet, zufällig am Tatort gewesen zu sein. Im Team wachsen jedoch die Zweifel an seiner Darstellung.
Wegen extremer Glätte fällt am Freitag der Unterricht an allen allgemeinbildenden Schulen in der Grafschaft Bentheim aus. Wie der Landkreis mitteilte, könne aufgrund der aktuellen Wetterlage ein sicherer Schülertransport nicht gewährleistet werden. Von der Regelung ist auch das Missionsgymnasium Bardel betroffen.
Die drei berufsbildenden Schulen des Landkreises in Nordhorn wechseln demnach am Freitag in den Distanzunterricht.
In Berlin und Brandenburg ist es weiterhin frostig. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) liegen die Temperaturen in den frühen Morgenstunden zwischen minus sechs und minus zehn Grad. Tagsüber steigen die Werte auf rund null Grad im Raum Elbe-Elster, in der Uckermark bleiben sie bei etwa minus fünf Grad. Es ist wolkig, bleibt aber trocken.
In der Nacht zum Samstag sinken die Temperaturen auf minus vier bis minus sieben Grad. Die Wolken nehmen zu, überwiegend bleibt es niederschlagsfrei. Am Samstag sind vereinzelt Schneeflocken möglich, die Temperaturen liegen zwischen minus zwei und plus einem Grad. In der Nacht zum Sonntag kann es zu etwas mehr Schneefall kommen.
Philipp Raimund hat seine Höhenangst beim Skifliegen erst einmal überwunden. Erstmals seit der für einen Skispringer erstaunlichen Bekanntmachung flog der 25-Jährige am Donnerstag wieder von einer der vier größten Schanzen der Welt. "Ich habe viel mit einem Mentaltrainer zusammengearbeitet und nun einen Haken drangesetzt. Ich war tiefenentspannt, alles lief so weit nach Plan", berichtete Raimund.
Sein Flug auf 201,5 Meter brachte ihn bei der Qualifikation zur Flug-WM in Oberstdorf auf Platz 15. Raimund berichtete, er habe das Thema Höhenangst in den vergangenen Monaten mit einem Mentaltrainer in Angriff genommen.
"Unglaublich weiterentwickelt"
"Man probiert, das Thema an der Wurzel zu greifen. Wir haben rausgefunden, dass es grundsätzlich die Unsicherheit war. Man hat das Problem, dass man sagt: vielleicht könnte was passieren", sagte Raimund, in diesem Winter bester deutscher Skispringer. Man habe geschaut, das System auf die Stabilität zu trimmen, erklärte Raimund. Dies sei gelungen.
Auch von seinen Kollegen erhält Raimund Respekt für seine Offenheit und Entwicklung. "Er macht seinen Weg. Er hat eine unglaublich stabile Saison und hat sich unglaublich weiterentwickelt. Das gilt auch fürs Skifliegen", sagte Karl Geiger, der in der Vorausscheidung als Zehnter bester Deutscher war. Die ersten beiden WM-Durchgänge im Einzel beginnen am Freitag um 16.00 Uhr (ARD und Eurosport).
US-Präsident Donald Trump hat eine Einladung an Kanadas Regierungschef Mark Carney zu seinem umstrittenen "Friedensrat" zurückgezogen. Darüber informierte der Republikaner in einem knappen Post auf seiner Online-Plattform Truth Social, ohne einen Grund dafür zu nennen. Am Donnerstag hatte er auf dem Weltwirtschaftsforum im Schweizer Alpenort Davos ein Gründungsdokument des Gremiums unterzeichnet, in dem Kritiker einen Angriff auf die Vereinten Nationen sehen.
Ursprünglich war der Rat von den USA – zumindest offiziell – auf die Umsetzung des Gaza-Friedensplans zugeschnitten. Doch längst ist die Rede davon, das sich das Gremium noch vieler anderer Konflikte annehmen und Ordnung im Sinne des US-Präsidenten schaffen könnte. Trump selbst entscheidet als Vorsitzender des Rats, wer Mitglied werden kann. Dutzende Länder haben Einladungen zum Eintritt bekommen - zugesagt haben zunächst aber nur wenige, darunter einige autoritär regierte Staaten.
Kanada zählt zu den Ländern, die zunächst nicht fest zugesagt hatten. Das Land könne sich grundsätzlich eine Teilnahme vorstellen, die Details seien aber nicht endgültig geklärt, sagte Carney.
Mark Carney weist Trumps Aussagen über Kanada zurück
Der kanadische Regierungschef fiel in Davos mit einer eindringlichen Rede auf. Das US-geführte globale Regierungssystem erlebe derzeit einen Bruch, der durch die Konkurrenz der Großmächte und eine schwindende regelbasierte Ordnung gekennzeichnet sei, sagte Carney. Trump nannte er dabei nicht beim Namen, Beobachter gingen aber davon aus, dass er vor allem ihn im Sinne hatte. Der US-Präsident hatte mehrfach angekündigt, er wolle Kanada zum Teil der Vereinigten Staaten machen.
Trump selbst fühlte sich von Carneys Rede offensichtlich auch angesprochen: Die USA seien immer sehr großzügig mit Kanada gewesen, sagte der US-Präsident in Davos. Trotzdem habe sich Carney bei seiner Rede nicht sehr dankbar gezeigt. "Kanada existiert dank der Vereinigten Staaten, denken Sie daran, Mark, wenn Sie sich das nächste Mal äußern", betonte Trump.
Inzwischen hat sich Carney erneut geäußert - und hat Trumps Aussagen dabei inhaltlich klar widersprochen. Kanada und die USA hätten in den Bereichen Wirtschaft, Sicherheit und beim kulturellen Austausch eine bemerkenswerte Partnerschaft aufgebaut, sagte er am Donnerstag. "Aber Kanada existiert nicht wegen der Vereinigten Staaten. Kanada gedeiht, weil wir Kanadier sind."
Wer auf einer Feier Alkohol getrunken hat, nutzt durchaus mal das Fahrrad für den Heimweg. Wenn nichts weiter passiert, ist das bisher rechtlich problemlos möglich - auch nach mehr als einem Bier. Fachleute sehen das kritisch. Sind strengere Promillegrenzen für Fahrer von E-Bikes und Fahrrädern nötig?
Das spricht für schärfere Regeln
Der Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss hat in den vergangenen zehn Jahren bei Radfahrern merklich zugenommen, während sie bei anderen Verkehrsmitteln gesunken ist, wie der Auto Club Europa (ACE) mit Verweis auf Daten des Statistischen Bundesamtes mitteilte. Das liege vor allem an einer Zunahme der E-Bike-Unfälle, während bei klassischen Fahrrädern die Zahl der Alkohol-Unfälle stabil sei. Zusammen waren es 2024 mehr als 5.100 Unfälle.
Von der Unfallforschung beim Gesamtverband der Versicherer (UDV) heißt es zudem: Die Zahl der Alleinunfälle, die ein Drittel aller getöteten Radfahrer ausmachen, sei gestiegen. Hier spiele Alkohol neben anderen Gründen ebenfalls eine Rolle, sagte UDV-Chefin Kirstin Zeidler. Auch generell habe die Zahl alkoholisierter Radfahrer, die an Unfällen beteiligt waren, in den vergangenen zehn Jahren zugenommen - und das nicht nur, weil mehr Fahrrad gefahren werde.
Das ist die derzeitige Regelung
Für Fahrräder und E-Bikes:
Wer mit mehr als 1,6 Promille Alkohol im Blut unterwegs ist, begeht eine Straftat. Mögliche Strafen reichen vom Führerscheinentzug oder einer Fahreignungsprüfung (MPU) bis zu Geld- oder Freiheitsstrafen.Wer mit weniger als 1,6 Promille Alkohol im Blut unterwegs ist, zusätzlich aber Ausfallerscheinungen hat oder einen Unfall baut, begeht ebenfalls eine Straftat.
Für Autos, Motorräder, Mofas oder E-Scooter:
Wer mit mehr als 0,5 Promille Alkohol im Blut unterwegs ist, begeht eine Ordnungswidrigkeit. Mögliche Strafen sind ein Bußgeld oder einmonatiges Fahrverbot.Wer mit mehr als 1,1 Promille Alkohol im Blut unterwegs ist, begeht eine Straftat. Mögliche Strafen reichen vom Führerscheinentzug oder einer Fahreignungsprüfung (MPU) bis zu Geld- oder Freiheitsstrafen.Wer mit mehr als 0,3 Promille Alkohol im Blut unterwegs ist und zusätzlich Ausfallerscheinungen hat oder einen Unfall baut, begeht ebenfalls eine Straftat.Für Menschen innerhalb der Probezeit sowie unter 21 Jahren gilt zudem die Grenze von 0,0-Promille Alkohol.
Das fordern Fachleute
Aus wissenschaftlicher Sicht könne eine neue Promillegrenze Unfälle vermeiden, sagte Unfallforscherin Zeidler. Untersuchungen der Versicherer-Unfallforschung zeigten, dass ab 1,1 Promille deutlich mehr Fahrfehler gemacht werden. Diverse Verbände, darunter der ACE, der Allgemeine Deutsche Fahrradclub oder der Deutsche Verkehrssicherheitsrat, sprechen sich daher dafür aus, dass ab 1,1 Promille für Fahrrad- und E-Bike-Fahrer eine Ordnungswidrigkeit gilt - wie bei den 0,5 Promille für Autofahrer.
Unfallforscher Siegfried Brockmann von der Björn Steiger Stiftung sieht das ähnlich. Er spricht sich allerdings für die 1,1-Promillegrenze im Strafrecht aus, wie sie für Autofahrer bereits gilt. Konkret stehen die Grenzwerte bisher auch nicht im Gesetz, sondern haben sich durch die Rechtsprechung herausgebildet. Wichtig sei aber auch weiterhin ein zusätzlicher, niedrigerer Grenzwert für Autos. Sonst könnten Menschen das als Anreiz missverstehen, betrunken auch zum bequemeren Auto greifen zu können.
Der Automobilclub von Deutschland spricht sich hingegen für die gleiche 0,5-Promille-Regelung wie beim Auto aus. "Der Straßenverkehr stellt an jeden Fahrzeuglenker hohe Anforderungen", hieß es in einer Mitteilung. Das schließe Alkohol oder Drogen am Steuer zwingend aus.
Laut einer Studie ist auch die Mehrheit der Bevölkerung für niedrigere Promillegrenzen. 82 Prozent sprechen sich demnach für höchstens 0,5 Promille aus; knapp ein Drittel ist für ein absolutes Alkoholverbot auf dem Fahrrad, wie aus der repräsentativen Forsa-Umfrage im Auftrag des Deutschen Verkehrssicherheitsrates hervorgeht.
Unfallforscherin Zeidler fordert zudem, den Mischkonsum von Cannabis und Alkohol komplett zu verbieten. Bisher dürfen Auto- wie Radfahrer beides konsumieren, wenn sie unter den jeweiligen Grenzwerten bleiben. Ein Cannabis-Grenzwert für Fahrradfahrer existiert allerdings gar nicht, sofern sie keinen Unfall bauen oder auffallen.
Thema bei Fachtagung
In der kommenden Woche soll das Thema beim Verkehrsgerichtstag in Goslar besprochen werden. Bei der Fachtagung kommen jährlich Fachleute für Verkehrssicherheit und Verkehrsrecht zusammen. Zum Abschluss geben sie Empfehlungen an Gesetzgeber, die in der Vergangenheit auch immer mal wieder aufgegriffen wurden.
Der Ausbau der Energie-Partnerschaft steht im Mittelpunkt des dritten Nordsee-Gipfels, zu dem Bundeskanzler Friedrich Merz die Anrainerstaaten am Montag nach Hamburg eingeladen hat. Erwartet werden im Rathaus Staats- und Regierungschefs sowie die Energieminister aus neun Nordsee-Ländern. Was auf dem Programm steht und worauf sich die Hamburgerinnen und Hamburger einstellen müssen:
Worum geht es bei dem Treffen?
Der Kanzler will, dass die Nordsee zum "größten Reservoir für saubere Energie weltweit" wird. Ziel des Gipfels sei es, den grenzüberschreitenden Ausbau der Offshore-Windenergie, den Wasserstoffmarkt und zugleich eine leistungsfähige und vernetzte Offshore-Infrastruktur im gesamten Nordseeraum weiter "ambitioniert" voranzutreiben, heißt es aus Berlin.
Windparks auf See sollen zum Erreichen der Klimaziele eine zentrale Rolle spielen genauso wie der Einsatz von Wasserstoff als Ersatz fossiler Energien. Außerdem soll es um eine Vernetzung von Windparks für einen verstärkten internationalen Stromhandel gehen. Dem Kanzler zufolge sollen in Hamburg die Weichen gestellt werden, um die grenzüberschreitende Energieerzeugung und den -transport zu ermöglichen.
Warum Hamburg?
Fragt man den Senat, heißt es: "Hamburg ist als einer der wichtigsten Wirtschaftsstandorte Europas sowie als Zentrum für die Windenergie- und Wasserstoffwirtschaft der richtige Standort für den Nordsee-Gipfel." Zwei Drittel der deutschen Offshore-Windprojekte würden aus der Hansestadt gesteuert, zudem sei Hamburg mit Leuchtturmprojekten wie dem geplanten Wasserstoff-Groß-Elektrolyseur in Moorfleet Vorreiter und in der Wasserstoffwirtschaft.
"Die Hansestadt hat insofern ein substanzielles Interesse daran, dass auf dem Gipfel konkrete Abkommen und Ergebnisse erzielt werden", heißt es aus dem Rathaus. Zudem sei man als größte deutsche Hafenstadt traditionell eng mit den Nordseeanrainern verbunden.
Die beiden vorherigen Nordsee-Gipfel fanden in den Hafenstädten Ostende in Belgien und Esbjerg in Dänemark statt.
Wer kommt zum Gipfel?
Eingeladen sind die Staats- und Regierungschefs sowie Energieministerinnen und Energieminister aus Belgien, Dänemark, Frankreich, Großbritannien, Irland, Luxemburg, den Niederlanden, Norwegen und Island sowie Vertreter der Europäische Kommission und der Nato. Die meisten haben zugesagt.
Nach dpa-Informationen werden sieben Staats- und Regierungschefs nach Hamburg kommen - inklusive Kanzler. Die anderen lassen sich durch Stellvertreter oder andere Regierungsmitglieder vertreten. Außerdem werden mehr als 100 Unternehmensvertreterinnen und -vertreter erwartet.
Gab es schon zuvor so große internationale Treffen in Hamburg?
Das mit Abstand größte internationale Treffen auf der Ebene von Staats- und Regierungschefs in Hamburg war der G20-Gipfel vor knapp acht Jahren. Wegen gewalttätiger Ausschreitungen linker und linksextremer Demonstranten und scharfer Sicherheitsvorkehrungen in der gesamten Stadt ist er vielen Hamburgern aber nicht in guter Erinnerung.
Zur "Hamburg Sustainability Conference" kamen in den vergangenen zwei Jahren jeweils Vertreter aus über 100 Ländern in die Hansestadt - 2024 waren unter den Teilnehmern der Nachhaltigkeitskonferenz auch elf Staats- und Regierungschefs.
Wie steht es um die Sicherheit?
Wenn sich so viele Staatenlenker an einem Ort versammeln, gelten immer hohe Sicherheitsstandards. Anders als beim G20-Gipfel 2017 werden beim Nordsee-Gipfel allerdings keine Gegenproteste erwartet. Die Polizei sei dennoch mit ausreichend Kräften im Einsatz, um die Veranstaltung abzusichern, hieß es.
Gibt es Einschränkungen wegen des Treffens?
Während des Treffens sind die Straßen rund um das Rathaus und die Handelskammer für den Autoverkehr gesperrt. In den angrenzenden Straßenzügen sei mit "Auswirkungen auf die Geschäftswelt, den Liefer- und Personenverkehr sowie den ÖPNV zu rechnen", teilte die Polizei mit.
Über dem Rathaus gilt während des Treffens zudem ein Flugverbot für Drohnen und Kleinflugzeuge. Außerdem könne es im Tagesverlauf zu weiteren, kurzfristigen und temporären Beeinträchtigungen im Straßenverkehr kommen, wenn Staatsgäste durch die Stadt transportiert würden, hieß es.
Im Zusammenhang mit dem Tod von NFL-Club-Besitzer Jim Irsay hat die US-Bundespolizei FBI laut einem Bericht der "Washington Post" Ermittlungen aufgenommen. Untersucht wird demnach die Todesursache von Irsay, der die Indianapolis Colts jahrzehntelang geführt hatte und im Mai im Alter von 65 Jahren starb.
Auch die Rolle seines betreuenden Arztes werde unter die Lupe genommen. Das FBI sammelt dem Bericht zufolge Informationen in Zusammenhang mit legalen und illegalen Schmerzmitteln sowie der Beziehung Irsays zu einem Spezialisten für Suchtkranke.
Im Gegensatz zu vielen anderen Team-Besitzern in der NFL war Irsay ein extrovertierter Mensch, der öffentlich über Suchtprobleme und Alkoholmissbrauch sprach und sich für die Förderung mentaler Gesundheit einsetzte. Seine Schmerzmittelsucht hatte er offiziell überstanden, laut der "Washington Post" soll es in den vergangenen Jahren aber Rückfälle gegeben haben. Irsay soll von seinem Arzt Opium-Pillen und Ketamin verschrieben bekommen haben.
FBI-Untersuchungen zu Tod von Jim Irsay: Colts geben Stellungnahme ab
Als sein Tod im Mai bekanntgegeben wurde, hieß es in Stellungnahmen der Indianapolis Colts und der NFL, Irsay sei friedlich im Schlaf gestorben. Den Todesschein hatte nach Informationen der "Washington Post" sein Arzt ausgestellt.
Die Colts seien derzeit nicht Gegenstand der Ermittlungen und hätten keine Vorladungen oder Durchsuchungsbefehle bekommen, teilte das Team der US-Zeitung mit.
Kriege, Klimakrise, eine erodierende Weltordnung, Grönland-Krise, Trump, Trump und noch mehr Trump. Zugegeben, die Lage ist herausfordernd, Nachrichten machen uns noch müder, als es der Winter ohnehin schon tut.
Definitiv Zeit für etwas Realitätsflucht. Passenderweise startet heute wieder das Dschungelcamp. "Och neee, auch das noch", sagen die einen – "Juchu" die anderen. Am Ende reden dann aber wieder (fast) alle darüber. Und, so oder so: Um Trump geht es dann ausnahmsweise mal nicht ...
Sie sind noch gar nicht vorbereitet auf den Dschungelcamp-Start? Macht nichts – das holen wir jetzt gemeinsam nach.
Was Sie zum Dschungelcamp-Start wissen müssen
Die Ausgangslage
Wir schreiben Staffel 19 der Geschichte von "Ich bin ein Star, holt mich hier raus". Nachdem im letzten Jahr Model und Boris-Ex Lilly Becker das Dschungelcamp gewonnen hat, wird ab heute Abend in Australien die Thronfolge gesucht. Moderiert wird von Dschungelcamp-Urgestein Sonja Zietlow (seit Staffel eins dabei) und Jan Köppen (seit Staffel 16 dabei). Und der beliebte "Dr. Bob" (eigentlich kein Doktor, sondern Sanitäter) ist auch wieder da.
© Pascal Bünning/RTL
Die Sendetermine
Los geht es heute Abend um 20.15 Uhr, wie immer bei RTL (Transparenzhinweis: Auch der stern gehört zu RTL Deutschland). Alle weiteren Folgen starten ebenfalls um 20.15 Uhr, in der Regel dauert die Ausstrahlung bis 22.30 Uhr, manchmal ein bisschen länger. Ausnahme: Am Sonntag läuft NFL-bedingt eine Kurzfolge (bis 20.55 Uhr). Das Finale steigt am Sonntag, 8. Februar.
Die Dschungelcamper
Einmal alle zwölf Kandidatinnen und Kandidaten auf einen Blick – ausführliche Steckbriefe lesen Sie, wenn Sie auf die Namen klicken:
Ariel (22), Reality-Star
Umut Tekin (28), Reality-Star
Patrick Romer (30), TV-Bauer
Samira Yavuz (32), Reality-Star
Eva Benetatou (33), Reality-Star
Gil Ofarim (43), Musiker
Simone Ballack (49), Unternehmerin
Mirja du Mont (49), Schauspielerin
Stephen Dürr (51), Schauspieler
Hardy Krüger (57), Schauspieler
Hubert Fella (57), Produkttest-Legende
Nicole Belstler-Boettcher (62), Schauspielerin
Und hier sehen Sie alle Kandidaten in einer Fotostrecke. Und wenn Sie es ganz genau wissen wollen: Eine Fotostrecke mit den Luxusgegenständen, die Camper mit mitnehmen, haben wir auch vorbereitet – einmal hier entlang, bitte.
Der Aufreger-Kandidat
Ist definitiv Gil Ofarim. 2021 war der Sänger in den Schlagzeilen, weil er Antisemitismus-Vorwürfe gegen den Mitarbeiter eines Hotels erhob. Der Mann habe ihn aufgefordert, seine Davidstern-Kette abzunehmen, behauptete Ofarim. Später gestand der Sänger vor Gericht: alles erfunden. Das Verfahren wurde eingestellt, Ofarim musste 10.000 Euro zahlen. Mit dem stern hat er im Nachgang ausführlich gesprochen – unseren Text aus dem März 2025 lesen Sie hier.
© IMAGO/STAR-MEDIA
Ofarims Dschungelcamp-Einzug ist umstritten: Im Vorfeld kündigten einige Fans in den sozialen Netzwerken an, die Sendung seinetwegen nicht gucken zu wollen. Ofarim selbst sagt, er wolle dem Publikum durch seine Teilnahme die Möglichkeit geben, "sich eine eigene Meinung über mich zu bilden – jenseits dessen, was geschrieben wurde."
Ex-Dschungelkönigin Lucy Diakovska riet Ofarim im Vorfeld davon ab, im Camp über seinen Skandal zu sprechen.
Dass er sich daran hält: extrem unwahrscheinlich.
Der drohende Reality-Knall
Vorher kennen sie nur eingefleischte Reality-Fans, hinterher das halbe Land: Sternchen aus Formaten wie "Der Bachelor" oder "Promis unter Palmen" gehören beim Dschungelcamp zum Inventar.
In diesem Jahr unter anderem dabei: Samira Yavuz und Eva Benetatou. Beide haben eine beachtliche Reality-TV-Karriere hinter sich, für beide dürfte der Dschungel der berufliche Höhepunkt werden. Und die Namen beider sollten Sie sich merken, weil ihr Zusammentreffen großes Krawall- und damit Unterhaltungspotential mit sich bringt.
Samira Yavuz ist nämlich die Ex von Serkan Yavuz. Kennengelernt haben sich die beiden – ganz klassisch – bei: "Bachelor in Paradise". Es folgten Kind, Heirat, gemeinsame TV-Auftritte, die Trennung.
Spannend wird es im Dschungel, nachdem Eva Benetatou erklärt hat, mit eben jenem Ex eine "einmalige intime Begegnung" gehabt zu haben. Und der Ex zugegeben hat, dass der Seitensprung passierte, als Samira mit dem zweiten gemeinsamen Kind schwanger war. Seitdem fliegen die Fetzen, via Social Media und im Fernsehen.
Wahrscheinlichkeit für eine Zoff-Fortsetzung im Dschungel: 200 Prozent.
Der drohende Hitzeschock
Es wird heiß im Dschungelcamp: Während es laut australischer Wetterbehörde mit angenehmen 29 Grad losgeht, steigt das Thermometer in den Folgetagen. Am Sonntag soll es 34 Grad heiß werden, am Montag werden sogar 36 Grad erwartet. Kaum Bewölkung, pralle Sonne.
Den Dschungelcampern drohen also nicht nur hitzige Diskussionen – sondern auch ein echter Hitzeschock.
Festnahmen bei ICE-Protest und Skandal um Kind sorgen für Empörung
Wir kommen auch in diesem Newsletter nicht darum herum, über Donald Trump zu sprechen – beziehungsweise über die Auswirkungen seiner Politik: Seit Monaten gibt es Widerstand gegen Trumps Abschiebe-Agenda und die brutalen Einsätze der Einwanderungspolizei ICE. Seitdem ICE-Beamte die unbewaffnete Renee Good erschossen, gibt es massive Proteste.
Nach einer Protestaktion in einer Kirche erhitzen jetzt weitere Festnahmen die Gemüter – unter anderem wurde eine auf Bürgerrechte spezialisierte Anwältin frestgenommen. Auch der Fall eines Fünfjährigen, den ICE-Beamte zusammen mit dessen Vater mitgenommen haben, sorgt für Empörung.
Mehr über die jüngsten Festnahmen und wie sich US-Vize JD Vance zum Fall des Fünfjährigen und zu den Protesten äußert, lesen Sie hier:
5-Minuten-Talk: "Was für eine miese Woche für Europa" – "Von wegen!"
Mercosur, Davos, Trump – die vergangenen Tage hatten es in sich. Sie legten auch zentrale Schwächen Europas offen. Oder? Darüber streiten die stern-Politikchefs Veit Medick und Jan Rosenkranz zum Ende einer heftigen Woche:
Weitere aktuelle Schlagzeilen
- Kreml: Treffen mit Vertretern von USA und Ukraine über "Sicherheit"
- Weißes Haus: Bluterguss an Trumps Hand hat mit "Friedensrat" zu tun
- Millionen Amerikaner wappnen sich für heftigen Wintersturm
Das passiert am Freitag, dem 23. Januar 2026
- Neue Verhandlungsrunde über Ende des Ukrainekriegs
- Merz mit zehn Ministern in Italien bei Meloni
- Frankreichs Regierung muss sich Misstrauensvotum stellen
Unsere stern+-Empfehlung des Tages
Großbritannien leidet besonders an der zerrütteten transatlantischen Beziehung. Premier Starmer verschärft den Ton Richtung USA – er hat eine Geheimwaffe in der Hinterhand:
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Ich wünsche Ihnen ein wundervolles Wochenende!
Stefan Düsterhöft
Jede vierte Grundschule befürchtet nach eigenen Angaben, dass das neue Recht auf Ganztagsbetreuung für Erstklässler in ihrer Kommune ab Herbst nicht voll umgesetzt werden kann. Dies geht aus einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Verbands Bildung und Erziehung hervor. Befragt wurden im September und Oktober insgesamt 1.312 Schulleitungen in Deutschland.
Immerhin zwei Drittel der befragten Schulen (67 Prozent) gehen davon aus, dass für alle im Schuljahr 2026/27 eingeschulten Jungen und Mädchen Ganztagsbetreuung angeboten werden kann. Bei den 25 Prozent, die das nicht erwarten, sind die häufigsten genannten Probleme: fehlende Räume (74 Prozent), fehlendes Personal (67 Prozent) und Geldmangel (47 Prozent).
"Verwahrung von Kindern"
Bund und Länder hatten sich auf eine schrittweise Einführung des Rechts auf Ganztagsbetreuung geeinigt. Ab dem kommenden Schuljahr greift die Regelung bei Kindern der 1. Klasse, ab 2029/2030 bei allen Jahrgangsstufen der Grundschulen. Bis Ende des Jahrzehnts soll für jedes Kind ein Platz mit einer Förderung von 40 Wochenstunden vorhanden sein.
Der Verband Bildung und Erziehung, der Lehrkräfte und pädagogische Fachkräfte vertritt, beklagt nicht nur die erwartete Lücke beim Betreuungsangebot im Herbst. Verbandschef Tomi Neckov fürchtet auch um die Qualität. "Der Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung suggeriert pädagogische Angebote, aber am Ende wird nur die Verwahrung von Kindern zugesichert", warnte er.
40 Prozent haben Mindeststandards
In der Forsa-Umfrage verneinten 53 Prozent der Schulen die Frage, ob es bei ihnen eine pädagogische Mindestanforderung für angehende Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Ganztagsbetreuung gebe. 40 Prozent bestätigten eine solche Mindestanforderung.