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Donnerstag, 23 Juli 2026

Rückrufe: Kölln ruft Frühstücksflocken wegen Fremdkörper zurück
Rückrufe: Kölln ruft Frühstücksflocken wegen Fremdkörper zurückGefährliche Fremdkörper im Müsli: Wer die betroffene Charge gekauft hat, sollte jetzt genau hinschauen – Rückgabe ohne Kassenbon möglich.

Wegen des Verdachts auf Fremdkörper ruft die Firma Kölln die Frühstücksflocken „Kölln Zauberfleks Schoko“ zurück. Betroffen ist die 375-Gramm-Packung.

Wie die Webseite lebensmittelwarnung.de mitteilte, ist die Ware mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum 17.04.2027 betroffen. Die Chargennummer lautet L6165. Verkauft wurden die Frühstücksflocken in Baden-Württemberg, Bayern, Berlin, Brandenburg, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein.

Weiter hieß es, dass die potenziellen Fremdkörper eine Verletzungs- beziehungsweise Erstickungsgefahr darstellen. Verbraucher werden gebeten, das betroffene Produkt keinesfalls zu verzehren. Stattdessen solle die Packung in das Geschäft zurückgebracht werden, in dem sie gekauft wurde. Kunden erhalten den Angaben zufolge auch ohne Kassenbon bei Rückgabe des Produkts den Kaufpreis erstattet.

Am Halleschen Ufer: Mann in Kreuzberg mit Machete und Baseballschläger verletzt
Am Halleschen Ufer: Mann in Kreuzberg mit Machete und Baseballschläger verletztEin Mann ist in Kreuzberg mit einer Begleiterin unterwegs, als er von einem Unbekannten angesprochen wird. Aus dem Nichts schlägt dieser zu.

Ein Mann ist in Berlin-Kreuzberg von mehreren Männern mit einer Machete und einem Baseballschläger attackiert und verletzt worden. Der 27-Jährige wurde nach der Attacke in der Nacht am Halleschen Ufer zur stationären Behandlung in eine Klinik gebracht, wie die Polizei mitteilte. Die Täter entkamen demnach unerkannt.

Laut ersten Erkenntnissen der Polizei war das Opfer mit einer Begleiterin in einer Grünanlage unterwegs, als ein Mann ihn ansprach und in ein Gespräch verwickelte. Der Mann soll dem 27-Jährigen unvermittelt mit der Machete gegen die Stirn geschlagen haben. Danach kamen weitere Männer dazu und sollen unter anderem mit einem Baseballschläger auf ihn eingeschlagen haben.

Der Mann trug den Angaben zufolge von dem Schlag mit der Machete eine Platzwunde davon. Auch am Oberkörper wurde er verletzt. Die Polizei ermittelt wegen gefährlicher Körperverletzungen. Die Hintergründe sowie die genaue Täterzahl waren zunächst unklar. Worum es bei dem Gespräch ging, war ebenfalls zunächst nicht bekannt.

Schluss mit dicker Luft: Richtig lüften: So sorgen Sie für besseres Raumklima und vermeiden Schimmel
Schluss mit dicker Luft: Richtig lüften: So sorgen Sie für besseres Raumklima und vermeiden SchimmelSchlapp und unkonzentriert im Homeoffice? Vielleicht kann schon ein bisschen mehr Sauerstoff in der Bude Abhilfe leisten! Warum Sie sonst noch mehrmals täglich lüften sollten und was Sie außerdem fürs Raumklima tun können.

Regelmäßiges Lüften beugt Schimmel vor und verbessert das Raumklima. Feuchtigkeit kann durch geöffnete Fenster entweichen und sammelt sich nicht in den Räumen. Zudem befördern geöffnete Fenster Krankheitserreger hinaus. Unabhängig von der Jahreszeit sollten mindestens drei- bis viermal am Tag die Fenster so weit wie möglich geöffnet werden. Mit den folgenden Tipps lüften sie richtig.

Luftiges Feel-Good-Ambiente

Ein aufgeräumtes Regal und aufgeschüttelte Sofakissen machen noch keine behagliche Atmosphäre im Zimmer. Es gibt auch noch einen entscheidenden Faktor, den man zwar nicht sehen, aber doch direkt wahrnehmen kann: die Luft im Raum. Deren Qualität lässt sich durch mehrere Maßnahmen beeinflussen.

Das Beste, das Sie fürs Raumklima unternehmen können, ist Frischluftzufuhr. Tatsächlich kann man auch bei so einfachen Routinen wie "Fenster auf, Fenster zu" Fehler machen. Als Orientierung für richtiges Lüften gibt das Umweltbundesamt (UBA) an: Feuchtigkeit und Schadstoffe sollten möglichst direkt dort, wo sie entstehen, und möglichst gleich dann, wenn sie entstehen, durch Lüften getilgt werden.

Darüber hinaus werden durch regelmäßiges Lüften, wie spätestens seit Corona bekannt, auch Krankheitserreger in der Luft durchs Fenster hinausgeschickt. Das CO₂ (Kohlendioxid), das wir ausatmen, wird gegen frischen Sauerstoff ausgetauscht.

Stoßlüften und Querlüften

Wie lüftet man nun "richtig"? Indem die Fenster so weit wie möglich geöffnet werden, idealerweise zur gleichen Zeit in verschiedenen Räumen. Auf diese Weise wird für Durchzug gesorgt. "Querlüften" lautet das Stichwort, ein anderes "Stoßlüften": ein kurzer, aber intensiver Luftaustausch, insbesondere im Winter. Fünf bis zehn Minuten reichen aus, die Prozedur sollte aber drei- bis viermal am Tag wiederholt werden.

Ein Fenster nur zu kippen, dafür aber über einen längeren Zeitraum, ist keine zweckdienliche Alternative zum Stoßlüften. Denn so kann kein effektiver Luftaustausch stattfinden, wertvolle Heizungswärme dagegen geht auf diese Weise zuverlässig verloren. Grundsätzlich gilt: Während des Lüftens sollten Heizkörper abgestellt werden, um Energie nicht sinnlos zu verschwenden.

Feuchtigkeit vermeiden

Zu viel Feuchtigkeit im Haus kann nicht nur der Bausubstanz gefährlich werden, sondern auch die Bewohner krank machen. Denn sobald sie sich an Wänden und anderen Oberflächen anlegt, bietet sich dort ein Nährboden für Schimmel. Beschlagene Fenster sind zu vermeiden und auf jeden Fall ein Alarmsignal, diese möglichst schnell zu öffnen.

Wie entsteht überhaupt so viel Feuchtigkeit in Innenräumen? Die Bewohner verursachen sie. Eine vierköpfige Familie reichert die Luft täglich mit sechs bis zwölf Litern Wasser an, so die Verbraucherzentrale. Wenn besonders viel Feuchtigkeit innerhalb einer kurzen Zeitspanne anfällt, spricht das Umweltbundesamt von "Feuchtespitzen": Am deutlichsten macht sich das nach einer Dusche angesichts beschlagener Duschwände, Fliesen oder Spiegel bemerkbar. Dieses ganze Wasser sollte zügig abgewischt werden. Gegen die Feuchtigkeit in der Luft hilft: gründlich lüften. Dabei gelten im Bad eigene Regeln.

Bei der Belüftung des Badezimmers ist Querlüften eher nicht angeraten. Hier sollte die Tür geschlossen bleiben, um die Feuchtigkeit nicht in der Wohnung zu verteilen. Gibt es kein Fenster im Bad, das man aufmachen kann, sollte der Raum über eine funktionierende Lüftungsanlage verfügen.

Es gibt noch einen Raum, bei dem die Tür während des Lüftens besser geschlossen bleibt: die Küche. Denn auch beim Kochen entsteht viel Feuchtigkeit. Ein guter Dunstabzug zieht einiges weg, trotzdem sollte auch hier mit geöffneten Fenstern nachgeholfen werden. Auf diese Weise lassen sich auch Küchengerüche direkt bei ihrer Entstehung beseitigen. Beim Braten entsteht außerdem Feinstaub. Dem kommt man ebenfalls durch großzügiges Öffnen der Fenster bei.

Lüften in Schlaf- und Wohnzimmer

Spezielle Belüftung ist im Schlafzimmer notwendig. Dort darf ausnahmsweise das Fenster die ganze Nacht lang gekippt sein (solange die Heizung währenddessen nicht auf Hochtouren eingestellt ist). Immerhin atmen wir in diesem Raum stundenlang Sauerstoff weg und blasen CO₂ und Feuchtigkeit in die Luft. Stört allerdings ein gekipptes Fenster, hilft auch Stoßlüften vor sowie nach dem Schlafen.

Der Wäscheständer im Wohnraum ist nicht nur ein ästhetisches Problem, die nasse Wäsche treibt auch den Feuchtigkeitsgehalt nach oben. Gibt es keine andere Möglichkeit, als die frisch gewaschenen Textilien in der Wohnung aufzuhängen, muss es abermals heißen: Fenster auf! Bei warmen Außentemperaturen nimmt der Luftaustausch übrigens mehr Zeit in Anspruch als bei kalten, nämlich bis zu einer halben Stunde.

Trockene Luft

Gerade im Winter kann es vorkommen, dass nicht zu viel Feuchtigkeit das Raumklima beeinträchtigt, sondern zu wenig. Trockene Heizungsluft kann sehr unangenehm sein und Augen oder Schleimhäute reizen. Wird die Wohnung mit Heizkörpern beheizt, kann eine mit Wasser gefüllte Schale darüber Abhilfe schaffen, andernfalls ein Luftbefeuchter.

Wer sich nicht nur auf die eigene Nase oder eine bestimmte Lüftungsroutine verlassen möchte, um für das perfekte Raumklima zu sorgen, kann sich die Werte von Feuchtigkeit und Temperatur in der Luft von einem entsprechenden Messgerät anzeigen lassen. Ideal sind laut Verbraucherzentrale 18 bis 22 Grad Celsius Raumtemperatur (16 bis 18 Grad im Schlafzimmer) und 40 bis 60 Prozent Luftfeuchtigkeit.

Auch der CO₂-Gehalt in der Luft lässt sich mit Geräten für den Hausgebrauch messen: "Parts per million" heißt die Einheit, abgekürzt ppm. Spätestens ab 1.000 ppm wird empfohlen zu lüften. Je höher die CO₂-Konzentration in der Luft, desto stärker kann unsere Konzentrationsfähigkeit nachlassen. Denn zu viel vom Kohlendioxid, das wir selbst ausatmen, macht müde. Das Gegenmittel ist frischer Sauerstoff, der durch ein offenes Fenster hereinströmt, während das CO₂ hinausgelüftet wird.

Gestank im Schrank?

Wenn trotz regelmäßigen Lüftens unliebsame Gerüche den olfaktorischen Eindruck in der Behausung stören, gibt es noch andere Mittel, um diese zu tilgen: Kaffeepulver, idealerweise frisch gemahlen, wirkt geruchsneutralisierend, wenn es offen in einem Schälchen aufgestellt wird.

In kleineren, quasi geschlossenen Einheiten wie einem Schrank oder einem Paar Schuhe kann eine Portion Salz oder Natron mit der Feuchtigkeit auch Gerüche aus der Umgebungsluft aufnehmen.

Sollen bestimmte Duftnoten nicht aus der Luft herausgefiltert werden, sondern diese anreichern, können Lufterfrischer diesen Job übernehmen. Eine natürliche Do-it-youself-Variante ist eine selbst angerührte Mischung, deren Aroma sich mittels Bambusstäbchen oder Schaschlikspießen im Raum verteilt: Man verwendet dazu als Basis ein Öl ohne Eigengeruch (zum Beispiel Sonnenblumenöl) und einige Tropfen eines ätherischen Öls.

Zum Beduften eines Raumes eignen sich auch Blumen wie Lilien, Rosen oder Hyazinthen. Manche Grünpflanzen können sogar noch mehr tun fürs innere Klima: Sie wirken nicht nur als Sauerstofflieferanten, sondern auch als Schadstofffilter für die Luft. Grünlilie, Einblatt oder Efeutute beispielsweise können unerwünschte Stoffe wie Formaldehyd oder Kohlenmonoxid aufnehmen und abbauen.

Regelmäßiges Lüften kann aber auch ein Meer von Zimmerpflanzen nicht ersetzen, im Gegenteil: Je mehr Pflanzen, desto mehr Feuchtigkeit kann entstehen. Die optimale Maßnahme fürs Raumklima bleibt daher: Fenster öffnen.

Rückfällig geworden: Missbrauch im Hafturlaub? Triebtäter erneut vor Gericht
Rückfällig geworden: Missbrauch im Hafturlaub? Triebtäter erneut vor GerichtEin verurteilter Sexualstraftäter soll während eines Hafturlaubs erneut Jungen missbraucht haben. Bald steht der Mann vor Gericht - die Staatsanwaltschaft denkt über Sicherungsverwahrung nach.

Ein in Niedersachsen verurteilter Sexualstraftäter, der in seinem Hafturlaub einen Jungen aus Unterfranken sexuell missbraucht haben soll, steht vom 7. Oktober an vor dem Landgericht Aschaffenburg. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 23 Jahre alten Angeklagten mehrfachen schweren sexuellen Missbrauch, das Herstellen kinderpornographischer Inhalte, Vergewaltigung und Körperverletzung vor. Das Opfer aus dem Raum Aschaffenburg soll zur Tatzeit zwischen März und Mai 2025 zwölf Jahre alt gewesen sein, wie das Landgericht mitteilte.

Der Verdächtige soll sich zudem im Juli 2025 an einem damals Elfjährigen sexuell vergangen haben - wo, blieb zunächst unklar. Die Taten sollen sich während des Hafturlaubs des bereits in Niedersachsen rechtskräftig verurteilten Sexualstraftäters ereignet haben.

Die Staatsanwaltschaft Aschaffenburg beabsichtigt den Angaben nach, in der Hauptverhandlung neben einer Strafe die Unterbringung des Angeklagten in der Sicherungsverwahrung zu beantragen. Eine Sicherungsverwahrung schließt sich an die Verbüßung einer Freiheitsstrafe an. Sie ist grundsätzlich zeitlich nicht begrenzt.

Der 23-Jährige war Ende Juli 2025 in Bayern festgenommen worden und sitzt in Untersuchungshaft.

Vier Verhandlungstermine

Das Verfahren findet vor der 2. Jugendkammer als Jugendschutzgericht statt. Es ist prinzipiell öffentlich. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass die Öffentlichkeit etwa für die Vernehmung der Opfer ausgeschlossen wird. Das Gericht hat insgesamt vier Prozesstage bis zum 21. Oktober festgesetzt.

Das Landgericht Hannover hatte den Angeklagten bereits im September 2021 wegen schweren sexuellen Missbrauchs von Kindern sowie wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern und anderer Delikte zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fünf Jahren und vier Monaten verurteilt. Der Vollzug der Haft erfolgte in der Jugendanstalt in Hameln. Vom 29. Januar 2025 an sei dem Mann aber ein Urlaub zur Entlassungsvorbereitung gewährt worden, teilte das Landgericht Aschaffenburg mit.

Mehrere Freigänge vor Hafturlaub

Vor dem Hafturlaub soll der 23-Jährige bereits mehrere Ausgänge gehabt haben. Zwischenzeitlich sei das ausgesetzt worden, weil er einen Ausgang dazu missbraucht haben soll, um mit seinem Handy Kontakt zu Minderjährigen aufzunehmen. Der Rückfall wurde nach Angaben des niedersächsischen Justizministeriums aber therapeutisch aufgearbeitet, unter anderem auch mit einem neuen Therapeuten.

Gefährdetes Kindeswohl: Jugendämter wegen vernachlässigter Kinder gefordert
Gefährdetes Kindeswohl: Jugendämter wegen vernachlässigter Kinder gefordertWenn das Wohl eines Kindes oder Jugendlichen gefährdet ist, können die Jugendämter einschreiten. Was der am häufigsten festgestellte Grund ist.

Die Jugendämter in Niedersachsen haben im vergangenen Jahr deutlich mehr mögliche Fälle von Kindeswohlgefährdung geprüft als im Vorjahr. Insgesamt führten sie im vergangenen Jahr 22.338 Gefährdungseinschätzungen durch, wie das Landesamt für Statistik Niedersachsen mitteilte. Gegenüber 2024 stieg die Zahl der Verfahren um 11,3 Prozent an.

Insgesamt wurde in 21,5 Prozent aller Fälle eine Kindeswohlgefährdung festgestellt. Die Jugendämter stellten 2.273 akute und 2.530 latente Gefährdungen fest. Mädchen (2.323) und Jungen (2.480) waren ähnlich häufig betroffen. Am häufigsten wurde Vernachlässigung als Grund angegeben. Sie lag in 1.254 Fällen akuter und in 1.543 Fällen latenter Gefährdung. In den meisten Fällen ging die fehlende Fürsorge nach Angaben der Statistik in der Hauptsache von der Mutter (2.145) aus.

2025 wurde bei weiteren 7.619 Verfahren keine Kindeswohlgefährdung, jedoch ein Unterstützungsbedarf für Kinder, Jugendliche oder Familien erkannt. Gegenüber dem Vorjahr mit 6.946 Fällen entspricht dies einem Anstieg um 9,7 Prozent, wie es weiter hieß. In den übrigen 9.916 Verfahren konnte keine Gefährdung der Minderjährigen festgestellt werden.

Der überwiegende Teil der insgesamt betroffenen Kinder und Jugendlichen lebte im familiären Umfeld. Von diesen 21.872 Minderjährigen wohnten 10.522 Kinder bei ihren Eltern, 7.356 bei einem alleinerziehenden Elternteil und 3.520 bei einem Elternteil mit Partnerin oder Partner.

Flüchtlinge: Kosten für Asylbewerber im Norden deutlich gesunken
Flüchtlinge: Kosten für Asylbewerber im Norden deutlich gesunkenDie Zahl der Asylbewerber und Kriegsflüchtlinge, die nach Schleswig-Holstein kommen, hat deutlich abgenommen. Das macht sich inzwischen auch bei den Kosten bemerkbar.

Die Kosten für Flüchtlinge in Schleswig-Holstein sind im vergangenen Jahr deutlich gesunken. 2025 wurden nach Angaben des Statistikamts Nord 260,5 Millionen Euro nach dem Asylbewerberleistungsgesetz gezahlt. Das waren 20,8 Millionen Euro weniger als 2024.

Den größten Teil machten mit 185,4 Millionen Euro Kosten für die laufende Lebensführung aus. Darunter fallen den Angaben zufolge etwa Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Körperpflege sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgüter. Der Rest wurde für weitere Leistungen ausgegeben, darunter vor allem für Krankenbehandlungen.

Natur: Trockenheit: Wie sieht es in den Wäldern in Thüringen aus?
Natur: Trockenheit: Wie sieht es in den Wäldern in Thüringen aus?Thüringens Wälder kommen bisher gut durch den Sommer – dank eines regenreichen Frühjahrs. Wie Bäume bei trockenen Perioden Wasser sparen können - und Forstleute beim Pflanzzeitpunkt umdenken.

In Thüringens Wäldern haben die Bäume in diesem Jahr bisher selten unter starker Trockenheit gelitten. Das Frühjahr war mit viel Regen waldfreundlich, wie der Sprecher von Thüringenforst, Horst Sproßmann, erklärte. Der Mai war demnach sehr niederschlagsreich - es regnete 46 Prozent mehr als im langjährigen Mittel.

Deswegen sei das Bodenwasser zu Beginn des Frühsommers noch gut gefüllt gewesen. Diese Vorräte seien durch die heißen Tage etwas abgesenkt worden. Jedoch gebe es derzeit keine „flächige Stresssituation für die Wälder in Thüringen“, sagte Sproßmann. Trockenphasen, die länger als vier Wochen dauern, setzen ihm zufolge die Bäume unter Stress. Dass es nun immer mal wieder Niederschläge gebe, helfe den Wäldern.

An 15 Messstationen wird in den Thüringer Wäldern die Bodenfeuchte überprüft. Derzeit gebe es teils geringe Reserven, jedoch sei nirgends ein Wasserspeicher gänzlich geleert, erklärte Sproßmann.

Pflanzungen junger Bäume zunehmend im Herbst

Die zunehmende Trockenheit prägt dennoch das Waldgeschehen. Junge Bäume werden grundsätzlich zweimal im Jahr gepflanzt - im Frühjahr und im Herbst. Baumkulturen, die in der ersten Jahreshälfte gepflanzt werden und in den Sommer hineinwachsen, seien jedoch stärker durch Trockenheit gefährdet. Vor dem Hintergrund des Klimawandels nehmen Sproßmann zufolge deswegen viele Forstleute und Waldbesitzer die Aufforstung vermehrt im Herbst vor, wenn die Wasserversorgung besser ist.

Denn extra bewässert werden die Wälder nicht. „Das heißt, wir sind auf Niederschläge angewiesen“, sagte Sproßmann. Dabei ist Wasser für Bäume und ihr Wachstum unverzichtbar - für junge wie für alte. Insgesamt 1,5 Millionen Bäume werden laut dem Sprecher der Landesforstanstalt in diesem Jahr im Staatswald gepflanzt. Wälder im Privat- oder Kommunalbesitz gehören dabei nicht dazu.

Strategien zur Anpassung an Trockenheit

Die Bäume haben jedoch auch selbst Mechanismen, um mit der Trockenheit klar zukommen und Wasser zu sparen. Die Strategien variieren demnach von Art zu Art. Die Fichte kann sich Sproßmann zufolge eher schlechter anpassen. Die Eichen hingegen kämen sehr gut mit Trockenstress zurecht.

So können sie die Spaltöffnungen der Blätter und Nadeln regulieren, wie Sproßmann erklärte. „Wenn es trocken wird, dann schließen sie diese Spaltöffnungen“. So werde die Verdunstung von Wasser reduziert.

Eine weitere Option ist eine Anpassung durch die Wurzeln. Tiefwurzler wie etwa Eichen können mit ihren tiefen Wurzeln in den unteren Bodenschichten noch intensiver nach Wasser suchen, wie der Experte erläuterte. „Und wenn das alles nichts nutzt, dann gibt es noch den sogenannten Notfallabwurf“, sagte er. Das bedeutet, der Baum kann seine Blätter vorzeitig fallen lassen. Bereits im August könne beobachtet werden, dass die Bäume ihre noch grünen Blätter abwerfen.

Migration: Hamburg gibt weniger für Asylbewerber aus
Migration: Hamburg gibt weniger für Asylbewerber ausMehr als drei Viertel der Ausgaben für Asylbewerber in Hamburg wurden 2025 für den täglichen Bedarf aufgewendet. Insgesamt gingen die Ausgaben mit über 241 Millionen Euro aber etwas zurück.

Hamburg hat im vergangenen Jahr weniger Geld für Asylbewerber als 2024 ausgegeben. Insgesamt seien in der Hansestadt für Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz 241,5 Millionen Euro aufgewendet worden, teilte das Statistikamt Nord mit. Das waren 14,5 Millionen Euro oder sechs Prozent weniger als 2024.

Mehr als drei Viertel der Ausgaben (78 Prozent) wurden im vergangenen Jahr zur Deckung des täglichen Bedarfs wie Ernährung, Unterkunft, Heizung, Kleidung, Körperpflege sowie Gebrauchs- und Verbrauchsgüter ausgegeben. Mit dem Rest von knapp 53 Millionen Euro seien Krankenbehandlungen bezahlt worden.

Seit Anfang 2024 erhalten Asylbewerber in Hamburg Leistungen über eine Bezahlkarte.

Klage von Abgeordneten: Bundesverfassungsgericht lehnt „Tempolimit“ für Gesetzgebung ab
Klage von Abgeordneten: Bundesverfassungsgericht lehnt „Tempolimit“ für Gesetzgebung abGibt es bei Gesetzgebungsverfahren ein Tempolimit? Darüber musste das Bundesverfassungsgericht entscheiden, am Fall des Heizungsgesetzes – der jedoch nicht der einzige bleibt.

Im Streit um ein verfassungsrechtliches „Tempolimit“ für Gesetzgebungsverfahren hat das Bundesverfassungsgericht eine Klage des ehemaligen CDU-Abgeordneten Thomas Heilmann verworfen. „Die Verfassung setzt der Beschleunigung von Gesetzgebungsverfahren eine Grenze, aber nicht im Sinne eines bezifferten Tempolimits“, sagte die Vorsitzende Richterin des Zweiten Senats, Ann-Katrin Kaufhold, in Karlsruhe. Allgemeine Aussagen zur zulässigen Dauer ließen sich dem Grundgesetz nicht entnehmen. (Az. 2 BvE 4/23)

Unionspolitiker Heilmann hatte geklagt, weil er seine Rechte als Parlamentarier durch das aus seiner Sicht überhastete Gesetzgebungsverfahren zum Heizungsgesetz vor drei Jahren verletzt sah. Im Fokus des Verfahrens stand die Frage, ob es ein verfassungsrechtliches „Tempolimit“ für die Beratung von Gesetzentwürfen gibt, wie Kaufhold zu Beginn der Verhandlung im Februar zusammenfasste.

Bundesverfassungsgericht sieht keine Benachteiligung

Doch belastbare Anhaltspunkte für die Vermutung, Heilmann seien Informationen vorenthalten worden, habe er nicht vorgetragen, sagte Kaufhold. „Es ist insbesondere nicht erkennbar, welche Informationen die Bundesregierung nicht mit ihm geteilt haben soll, obwohl sie ihr vorlagen und obwohl sie anderen Abgeordneten zur Verfügung gestellt wurden.“

Insbesondere habe es nicht an einer tauglichen Diskussionsgrundlage für die parlamentarischen Beratungen gefehlt. Mit dem ursprünglichen Gesetzentwurf und einer Formulierungshilfe habe den Abgeordneten eine solche Grundlage vielmehr zur Verfügung gestanden. Der Senat befand daher einstimmig, dass der Antrag Heilmanns unzulässig sei.

Eilantrag war 2023 erfolgreich

Die Reform des Gebäudeenergiegesetzes zielte darauf ab, durch einen schrittweisen Austausch von Öl- und Gasheizungen das Heizen in Deutschland klimafreundlicher zu machen. Die damalige Regierung aus SPD, FDP und Grünen wollte das Gesetz 2023 kurz vor der parlamentarischen Sommerpause durch den Bundestag bringen. Doch wenige Tage vor der geplanten Abstimmung legten die Koalitionäre noch umfangreiche Änderungen vor.

Heilmann ging das zu schnell. Er legte in Karlsruhe einen Eilantrag ein – mit Erfolg. Das Bundesverfassungsgericht untersagte die Verabschiedung vor der Sommerpause. Das Heizungsgesetz wurde knapp zwei Monate später im Bundestag verabschiedet und trat Anfang 2024 in Kraft. In Karlsruhe ging es nun um das Hauptsacheverfahren zu Heilmanns Klage.

Im Eilverfahren habe Heilmann nur darlegen müssen, dass ihm die Ausübung seiner Mitwirkungsrechte bis zum Moment der Antragstellung nicht möglich gewesen sei und er bis zu diesem Zeitpunkt keine Gelegenheit gehabt habe, vom Beratungsgegenstand Kenntnis zu nehmen, erläuterte Kaufhold. „Im Hauptsacheverfahren ist hingegen auf das Gesetzgebungsverfahren insgesamt abzustellen und zu fragen, ob die Verfahrensgestaltung parlamentarische Beratungen gar nicht ermöglicht hat.“

Thema bleibt

Dass das Thema nach wie vor aktuell ist, machte die Richterin mit Verweis auf Eilverfahren in der vorletzten Woche – der letzten Beratungswoche des Bundestags vor der Sommerpause – deutlich. Das Gericht musste über zwei Eilanträge entscheiden, nach denen das GKV-Modernisierungsgesetz in gleicher Weise wie das Heizungsgesetz „zu schnell durch den Bundestag gepeitscht“ worden sei. „Das zeigt, wie aktuell und drängend weiterhin die Frage ist, ob die Verfassung eine ‚Höchstgeschwindigkeit‘ für Gesetzgebungsverfahren vorgibt“, sagte Kaufhold.

Mailand: Piloten wird übel – Mallorca-Flieger muss in Italien zwischenlanden
Mailand: Piloten wird übel – Mallorca-Flieger muss in Italien zwischenlandenSchreckmoment auf dem Flug aus dem Urlaub: Eine Maschine auf dem Weg von Mallorca nach Warschau musste in Italien einen Stopp einlegen. Dem Piloten wurde plötzlich schlecht.

Wegen Gesundheitsproblemen des Piloten hat eine Passagiermaschine der polnischen Fluggesellschaft Lot auf dem Rückflug von Mallorca mitten in der Nacht in Italien zwischenlanden müssen. Das Flugzeug vom Typ Boeing 737 Max 8 war auf dem Weg von der spanischen Ferieninsel nach Warschau, als dem Piloten übel wurde. Die Besatzung löste deshalb kurz nach 4 Uhr Alarm aus. Die Maschine landete dann etwa eine halbe Stunde später auf dem Flughafen Mailand-Malpensa, wie der Flughafen mitteilte.

Zwischenlandung von Mallorca-Flieger: Medizinisches Personal kümmerte sich um Piloten

Am Boden warteten bereits Ärzte, Sanitäter und Feuerwehr. Nach ersten Angaben konnte der Pilot behandelt werden, ohne dass größere Eingriffe nötig wurden. Verletzt wurde niemand. Unklar war zunächst, ob die Maschine länger in Mailand Zwischenstopp machen musste oder bereits nach Warschau weiterfliegen konnte. Auch zur Zahl der Passagiere an Bord gab es zunächst keine genaueren Angaben.

Leute: Rosie O'Donnell: Madonna ist eine „großartige Mutter“
Leute: Rosie O'Donnell: Madonna ist eine „großartige Mutter“Die US-Komikerin Rosie O'Donnell lobt die strengen Erziehungsmethoden von Popstar Madonna.

US-Komikerin Rosie O'Donnell (64) hat Popstar Madonna (67) als Mutter gelobt. „Ich muss sagen, Madonna hat bei der Erziehung dieser Kinder wirklich hervorragende Arbeit geleistet“, sagte O'Donnell dem US-Magazin „People“.

Madonna habe in ihrer Erziehung „sehr strenge Zügel angezogen, während ich da ganz anders war“, erzählte O'Donnell. Die Kinder der Sängerin seien früher oft bei ihr zum Spielen gewesen und sie habe ihnen dann Eis am Stiel gegeben und Zeichentrickfilme eingeschaltet, schilderte die Komikerin. Madonna habe ihren Kindern hingegen kein Fernsehen erlaubt. „Aber sie ist eine großartige Mutter“ und ihre Kinder seien „Konzertpianisten, Künstler und Sänger“ geworden.

Madonna hatte schon früher darüber gesprochen, wie stolz sie auf das künstlerische Talent ihrer Kinder sei, und diese auch bei Konzerten zu sich auf die Bühne geholt. Die Sängerin hat insgesamt sechs Kinder, die zwischen 1996 und 2012 zur Welt gekommen sind. Ihre vier jüngeren Kinder adoptierte sie aus Malawi.

Madonna und O'Donnell sind seit Jahrzehnten befreundet. O'Donnell hat fünf Kinder und ist bereits mehrfache Großmutter.

Improvisationstheater: Neues Team gestaltet Zukunft von „Impronale“-Festival
Improvisationstheater: Neues Team gestaltet Zukunft von „Impronale“-FestivalWas passiert, wenn zwei Künstlerinnen fünf Tage ohne Plan durch Halle streifen? Das „Impronale“-Festival startet ein Experiment mitten in der Stadt - und bereitet sich zudem auf neue Ideen vor.

Das internationale „Impronale“-Festival für Improvisationstheater in Halle steht vor einem Generationswechsel. Das ursprüngliche Team um Leiterin Franka Söll veranstaltet das Festival vom 30. September bis 4. Oktober zum letzten Mal. „Es ist folgerichtig, den Staffelstab an neue Menschen weiterzugeben, die andere Perspektiven und zeitgemäße Impulse einbringen“, sagte Söll. Nach fast 25 Jahren Festivalorganisation wolle sie „aufhören, wenn es am schönsten ist“. Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die „Impronale“ inhaltlich teils neu ausgerichtet - ein junges Team mit neuen Ideen werde das fortführen.

Fünf Tage und vier Nächte Impro im urbanen Raum

Das bevorstehende Festival vereint unter anderem Theater- und Puppenspiel, Diskussionsrunden, Workshops, Jamsessions und ein fünftägiges Improvisationsexperiment mitten in der Stadt. Hierbei wollen sich zwei Künstlerinnen Tag und Nacht ohne Plan durch Halle bewegen und digital dokumentieren, wie sich Improvisation aufs echte Leben auswirkt, wie es hieß. Es sei „ein ultimativer Härtetest für spontane Improvisation im Alltag“.

Seit 2003 gibt es Sachsen-Anhalts einziges Festival für Improvisationstheater. Es lockt Schauspielerinnen, Schauspieler und Ensembles aus ganz Europa nach Halle. Die Neuausrichtung der „Impronale“ bedeutet auch eine längere Festivalzeit und einen Termin früher im Jahr, wie es hieß.

Leichtathletik: Nächste prominente Zusage für Istaf in Berlin
Leichtathletik: Nächste prominente Zusage für Istaf in BerlinGesa Krause geht beim Istaf in Berlin über 2.000 Meter Hindernis an den Start. Die Läuferin setzt auf die besondere Stimmung im Olympiastadion.

Leichtathletik-Fans dürfen sich beim Istaf in Berlin auf Hindernisläuferin Gesa Krause freuen. Die 33-Jährige startet beim traditionsreichen Meeting im Olympiastadion am 30. August über die 2.000 Meter Hindernis, wie die Veranstalter mitteilten.

„Das Publikum in Berlin trägt einen immer zu besonderen Leistungen – vielleicht ist auch diesmal wieder eine richtig schnelle Zeit möglich“, sagte Krause. Zuvor hatten schon Kugelstoß-Olympiasiegerin Yemisi Mabry, Weitsprung-Olympiasiegerin Malaika Mihambo und Sprinterin Gina Lückenkemper ihre Teilnahme zugesagt.

Filmdebüt für Travis Scott: „Odyssee"-Rolle machte den Rapper „nervös“
Filmdebüt für Travis Scott: „Odyssee"-Rolle machte den Rapper „nervös“Travis Scott gibt sein Filmdebüt in Christopher Nolans „Die Odyssee“. Jetzt gab der Rapper zu, dass er „unglaublich nervös“ war.

Travis Scott (35) wagt sich auf neues Terrain: Der Rapper ist in Christopher Nolans (55) neuem Film „Die Odyssee“ in seiner ersten größeren Rolle in einer Hollywood-Produktion zu sehen - und gibt zu, dass ihn die Schauspielrolle zunächst ziemlich nervös gemacht hat.

In der „Tonight Show Starring Jimmy Fallon“ erzählte Scott, wie überraschend die Anfrage des Oscar-prämierten Regisseurs für ihn kam. Nolan habe ihn eines Tages angerufen und gefragt, ob er Interesse daran hätte, in dem griechischen Epos mitzuspielen. Scott sei zunächst völlig überrascht gewesen: „Moment mal, du weißt, dass ich Musik mache?“, habe er dem Filmemacher entgegnet.

Nolan habe ihm daraufhin ausführlich erklärt, warum er ihn für die Rolle haben wolle. Scott, der den Regisseur bereits durch die Zusammenarbeit am Soundtrack von „Tenet“ kennt, sagte über Nolan: „Ich bin wirklich inspiriert von ihm. Er ist auch außerhalb davon ein echter Mentor für mich.“

„Eine unglaubliche Besetzung“

In „Die Odyssee“ spielt Scott die Figur Demodokos, einen Sänger und Erzähler, der die Reise von Odysseus schildert. Er ist in der Eröffnungsszene des Films die erste Stimme und das erste Gesicht, das das Publikum sieht.

Trotz der Zusage sei er am Set sehr aufgeregt gewesen. „Ich war tatsächlich verdammt nervös“, sagte Scott. Anfangs habe er gedacht, seine Szenen würden hauptsächlich mit Statisten gedreht werden. Erst später habe er erfahren, dass er unter anderem mit Anne Hathaway, Tom Holland und Robert Pattinson vor der Kamera stehen würde.

„Ich wusste nicht, was ich da mache. Aber sie waren eine unglaubliche Besetzung“, erklärte der Musiker. Gleichzeitig lobte er Nolan und seine Schauspielkollegen dafür, dass sie ihm den Einstieg erleichtert hätten.

Darum engagierte Christopher Nolan Travis Scott

Christopher Nolan selbst erklärte zuvor, warum er Travis Scott für die Rolle ausgewählt hatte. Er habe eine Verbindung zwischen der mündlichen Überlieferung antiker Epen und Rap herstellen wollen, sagte er gegenüber dem Magazin „Time“. Die „Ilias“ und „Odyssee“ seien ursprünglich als gesprochene Dichtung weitergegeben worden - ein Gedanke, der ihn an Hip-Hop erinnert habe.

Neben seiner Schauspielrolle steuerte Travis Scott auch den Song „When I'm Home“ zum Film bei, der während des Abspanns von „Die Odyssee“ zu hören ist. Der Track entstand gemeinsam mit James Blake und wurde von Filmmusik-Komponist Ludwig Göransson produziert. Nolan ist als Co-Autor beteiligt. Der Film läuft seit vergangener Woche in den Kinos.

Tierisches: Hundepipi ade: In Chiasso muss mit Wasser nachgespült werden
Tierisches: Hundepipi ade: In Chiasso muss mit Wasser nachgespült werdenWer Hundebesitzer in Chiasso ist, muss ab August nicht nur das große Geschäft entsorgen – jetzt muss auch beim Pinkeln nachgespült werden. Was steckt hinter der neuen Regel?

Der Gemeinde Chiasso im Schweizer Kanton Tessin stinkt das Hundepipi in der Stadt: Ab August müssen Frauchen und Herrchen nicht nur wie schon vielerorts üblich das „große Geschäft“ ihrer Vierbeiner entsorgen, sondern auch beim Pinkeln nachspülen. In den ersten Wochen soll es Ermahnungen geben, wenn jemand erwischt wird, aber danach droht eine Buße von 100 Franken (etwa 107 Euro).

Gerade in der historischen Fußgängerzone mit Kopfsteinpflaster und besonderen Laternenpfählen sei das Hundepipi zum Problem geworden, sagt Stadtschreiber Umberto Balzaretti der Deutschen Presse-Agentur. „Dort musste immer extra geputzt werden, und mit der Wärme stinkt es auch.“

Chiasso mit rund 7.500 Einwohnerinnen und Einwohnern liegt nahe der italienischen Grenze zwischen dem Luganersee und dem Comer See. Dort sind nach Angaben der Gemeinde etwa 500 Hunde registriert.

„Es gibt keinen Grund zur Empörung“, fügt Balzaretti hinzu. Wenn es so warm sei, hätten die Menschen draußen ja ohnehin eine Flasche Wasser dabei, davon könnten sie dann auch etwas für ihren Hund verwenden.

Die neue Verordnung

Hundebesitzer sind verpflichtet, die flüssigen Ausscheidungen ihrer Tiere zu beseitigen, indem sie unverzüglich eine ausreichende Menge Wasser darüber gießen, um diese zu verdünnen und die betroffenen Flächen zu reinigen“, heißt es in der Mitte Juni aktualisierten Verordnung. „Zu diesem Zweck müssen sie beim Ausführen des Hundes auf öffentlichen oder für die Öffentlichkeit zugänglichen Flächen stets eine kleine Flasche oder einen anderen geeigneten Behälter mit Wasser bei sich führen.“

Die Stadt wolle auch Schilder aufstellen, um auswärtige Besucher auf die neue Regel aufmerksam zu machen. Für Katzen sei nichts Ähnliches vorgesehen, sagt eine Gemeindesprecherin auf Nachfrage.

Unverständnis in Kommentarspalten

Nach Angaben von Balzaretti gab es in der Stadt positive Resonanz. „Zumindest haben wir keine formellen Beschwerden bekommen“, sagt er.

In den Kommentarspalten unter Online-Artikeln über die Entscheidung gibt es allerdings auch beißende Kommentare: „Die Verwaltung muss auch verdünnt werden“, schreibt etwa jemand auf dem Portal „20 Minuten“. „Was kommt denn noch alles? Müssen wir bald unser ausgeatmetes CO2 auffangen, damit es gespeichert wird?“, meint ein anderer.

Ähnliche Regeln gibt es bereits in anderen Ländern, etwa Spanien oder Italien.

Fußball: Druck auf Aufstiegsreform: Protest zum Regionalliga-Start
Fußball: Druck auf Aufstiegsreform: Protest zum Regionalliga-StartEine Reform der Aufstiegsregelung in den Regionalligen wird aktuell diskutiert. Um den Druck auf die Verbände zu erhöhen, planen die Clubs im Nordosten einen neuerlichen Protest.

Die Fußball-Regionalliga Nordost soll mit einem Protest in die neue Saison starten. Am ersten Spieltag in dieser Woche soll mit Blick auf die ins Stocken geratene Reform der Aufstiegsregelung eine geschlossene Aktion durchgeführt werden. „Das heißt: In der ersten Spielminute wird der Ball in allen Partien ruhen, um entsprechend mit den Fanszenen gemeinsam ein Zeichen zu setzen, dass die Interessen der Vereine umzusetzen sind“, sagte Tommy Haeder, Sprecher der Initiative Aufstiegsreform, bei einer Podiumsdiskussion der „Freien Presse“.

Momentan stockt das Vorhaben, den Modus zeitnah so zu reformieren, dass alle Meister der Regionalligen automatisch aufsteigen. Ende Juni hatten die fünf Regionalliga-Verbände ihre Mitglieder über diverse Reformoptionen abstimmen lassen. Knapp 51 Prozent der Clubs sprachen sich zwar für eine Reduzierung von fünf auf vier Staffeln mit dem Kompassmodell aus. Doch die Verbände sahen dieses Votum als nicht eindeutig genug an.

„Jetzt braucht es mehr Druck“

Nun sollen erneut Gespräche mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) folgen. Die Umsetzung einer Reform zur Saison 2028/29 ist wohl vorerst vom Tisch. „Wenn wir merken, dass wir nicht ernst genommen werden, werden wir deutlich machen, dass wir Lösungen brauchen und wollen. Wir haben es lange mit dem Miteinanderreden versucht. Jetzt braucht es mehr Druck“, sagte Haeder dem MDR.

Kurz vor dem Votum war den Verbänden vorgeworfen worden, die zur Abstimmung stehenden Modelle kurzfristig geändert zu haben. So sollte es im Kompassmodell statt 20er auf einmal nur noch 18er-Staffeln in den Regionalligen geben. Damit würden insgesamt acht Startplätze wegfallen.

Hoffnung auf DFB

Dennoch wurde das Kompassmodell mit einer jährlich neuen Einteilung der Staffeln je nach geografischer Lage der Clubs in den Ligen Nord, West und Nordost mehrheitlich unterstützt. Der Südwesten stimmte für ein festes Regionenmodell, Bayern möchte eine völlig andere Lösung.

Aufgeben will die Initiative des Nordostens keinesfalls, auch wenn aktuell unklar ist, wann die Gespräche mit dem DFB wieder aufgenommen werden. „Wir hoffen auf den DFB, dass er mehr Führung übernimmt. Und die Regionalverbände so mitnimmt, damit es zur Lösung kommt. Ein Weiter so wird es mit uns nicht geben“, betonte Haeder.

Starkregen: Bisher 72 Tote in diesjähriger Monsunzeit in Pakistan
Starkregen: Bisher 72 Tote in diesjähriger Monsunzeit in PakistanSeit Wochen erfassen die diesjährigen Monsunregenfälle Pakistan. Nach knapp einem Monat meldet das Land viele Tote. Es kann sich kaum gegen Extremwetterereignisse stemmen.

Infolge schwerer Monsunregenfälle sind in Pakistan seit Ende Juni nach offiziellen Angaben bereits 72 Menschen zu Tode gekommen. Darunter seien 30 Kinder, insgesamt 187 Menschen seien zudem verletzt worden, meldete der pakistanische Katastrophenschutz. Insbesondere die Provinz Punjab, durch die wichtige Flüsse wie der Indus fließen, und die Region Khyber Pakhtunkhwa im Westen des Landes seien betroffen.

In der Monsunzeit in den Sommermonaten kommt es vorübergehend zu besonders heftigen Regenfällen. In den vergangenen Tagen hatte neuerlicher Starkregen eingesetzt, infolgedessen es auch im Nachbarland Afghanistan zu schweren Sturzfluten mit Toten kam. Bis Dienstag sind dort nach Angaben des afghanischen Katastrophenschutzes mindestens 23 Menschen ums Leben gekommen, Dutzende gelten zudem als vermisst.

Vieh weggespült, Straßen versperrt

Die Zeitung „Dawn“ berichtete nun von einer vierköpfigen Familie, die in Waziristan im Westen Pakistans beim Einsturz ihres Hauses ums Leben kam. Demnach wurde auch Vieh in den Wassermassen weggespült, Straßen wurden von Erdrutschen versperrt. Die Wasserstände in einigen Flüssen im Land nähmen weiterhin zu, berichtete die Zeitung.

Pakistan und Afghanistan zählen zu den Staaten, die schon heute stark von den Folgen des Klimawandels betroffen sind. Finanzmittel in den Ländern reichen im Kampf gegen die Auswirkungen von Extremwetterereignissen häufig nicht aus. So fehlt es etwa an Dämmen und Baumaßnahmen werden häufig von neuen Fluten zerstört.

Tödlicher Verkehrsunfall: Zwei Tote bei schwerem Unfall auf Bundesstraße im Allgäu
Tödlicher Verkehrsunfall: Zwei Tote bei schwerem Unfall auf Bundesstraße im AllgäuNach einem Unfall mit zwei Todesopfern ist die B12 bei Marktoberdorf gesperrt. Was bisher zu dem Unglück bekannt ist.

Bei einem schweren Verkehrsunfall auf der Bundesstraße 12 sind zwei Menschen ums Leben gekommen. Nach ersten Informationen der Polizei waren zwei Fahrzeuge bei Marktoberdorf im Ostallgäu zusammengestoßen. Die Ursache des Unfalls war zunächst unklar, ebenso lagen noch keine Informationen zur Identität der Opfer vor.

Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden keine weiteren Personen durch den Unfall verletzt. Für die Bergungsarbeiten wurde die B12 zwischen Kraftisried und Geisenried auf einer Länge von sechseinhalb Kilometern komplett gesperrt.

Feuerwehreinsatz: Ein Toter bei Brand in Mehrfamilienhaus in Grabow
Feuerwehreinsatz: Ein Toter bei Brand in Mehrfamilienhaus in GrabowEin Brand in Grabow richtet in einem Mehrfamilienhaus großen Schaden an. Die Feuerwehr bekämpft das Feuer umgehend. Für einen Mann kommt aber jede Hilfe zu spät.

Bei einem Brand in einem Mehrfamilienhaus in Grabow (Landkreis Ludwigsburg-Parchim) ist am frühen Mittwochabend ein Mann ums Leben gekommen. Die leblose Person sei aus der Brandwohnung geborgen worden und wenig später am Einsatzort gestorben, teilte die Polizei mit. Ob es sich um den 52-jährigen Mieter der Wohnung handelt, habe bislang nicht zweifelsfrei festgestellt werden können.

Das Feuer war aus noch ungeklärter Ursache am Mittwoch gegen 18.30 Uhr in einer Dachgeschosswohnung des Mehrfamilienhauses ausgebrochen. Weitere vier Bewohner des Mehrfamilienhauses konnten das Gebäude den Angaben zufolge noch vor dem Eintreffen der Rettungskräfte selbstständig verlassen und blieben unverletzt.

Den Schaden schätzte die Polizei auf rund 250.000 Euro. Das dreigeschossige Gebäude sei derzeit nicht mehr bewohnbar. Die betroffenen Bewohner kümmerten sich laut Polizei überwiegend selbst um eine Ersatzunterkunft.In einem Fall habe das zuständige Ordnungsamt die Unterbringung in einem Hotel organisiert.