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Donnerstag, 23 Juli 2026

Shaquille O'Neal: NBA-Ikone Shaq hält nichts von Promis
Shaquille O'Neal: NBA-Ikone Shaq hält nichts von PromisEiner der weltweit berühmtesten Basketballspieler mag Promis nicht. Shaquille O'Neal sieht sich als normale Person.

Der ehemalige Basketballprofi Shaquille O'Neal (54) wird häufig in einem Zug mit anderen NBA-Legenden und -Superstars wie Michael Jordan (63) oder Magic Johnson (66) genannt. Vom Promidasein möchte Shaq, wie er auch häufig genannt wird, allerdings nichts wissen.

Er sei ein ganz normaler Kerl und halte nichts von Promis, erzählt der Ex-Sportler im Gespräch mit der „Page Six“. O'Neal bitte seine Ausdrucksweise zu entschuldigen, „aber Promis sind Arschlöcher“, macht er seine Meinung unmissverständlich klar.

Im selben Zug sagt er, dass er nicht als prominente Persönlichkeit gesehen werden möchte. „Ich will nicht zu dieser Kategorie gehören“, hält er fest. An eine Reporterin gerichtet, führt er aus: „Danke, dass Sie mich für eine Berühmtheit halten, aber ich bin nur ein ganz normaler Mensch. [...] Prominente sind seltsam. Sie sind unhöflich und unausstehlich. Ich möchte auf keinen Fall zu dieser Kategorie gehören.“

Shaq ist auch „True Crime"-Fan

Das Interview hat O'Neal gegeben, um ein neues „True Crime"-Format zu bewerben. Shaq ist Executive Producer bei „Game Day Murders“, einer Serie, die sich Kriminalfällen aus der Sportwelt widmet. Er habe sich schon immer für Sport interessiert und auch für das „True Crime"-Genre, berichtet O'Neal. Diese beiden Interessen würden jetzt miteinander verbunden.

Sich selbst bezeichnet der Ex-Basketballer in dem Gespräch als „True Crime"-Junkie. Jeder habe „einen Detektiv“ in sich, ist Shaqs Ansicht. Er versichert, dass das Format nicht auf Sensationsgier setzen wird, sondern die besprochen Fälle mit Respekt behandeln soll. Die Serie läuft in den USA am 27. Juli an.

Gewässer: Blaualgen in der Saar: Umweltministerium rät zu Vorsicht
Gewässer: Blaualgen in der Saar: Umweltministerium rät zu VorsichtDas saarländische Umweltministerium warnt vor steigenden Blaualgen-Konzentrationen entlang der Saar. Obwohl die Gefahr für Menschen und Tiere gering ist, sollten Vorsichtsmaßnahmen beachtet werden.

Entlang der Saar sind Blaualgen nachgewiesen worden. Wie das saarländische Umweltministerium mitteilte, variieren die Konzentrationen. Einige Werte erreichen die Warnstufe für Badegewässer. Bei anhaltend warmem Wetter könnten die Blaualgenblüten in den nächsten Tagen weiter zunehmen.

Da die Saar eine Schifffahrtsstraße und kein Badegewässer ist, besteht laut Ministerium nur eine geringe Gefahr für Menschen und Tiere. Dennoch sollten Menschen und Haustiere das Wasser nicht trinken oder verschlucken.

Cyanobakterien, umgangssprachlich Blaualgen genannt, können Giftstoffe bilden. Diese können beim Menschen Haut-, Schleimhaut- oder Augenreizungen sowie Durchfall nach dem Verschlucken verursachen.

Künftige Geldscheine: Europäer können über Design neuer Euro-Banknoten abstimmen
Künftige Geldscheine: Europäer können über Design neuer Euro-Banknoten abstimmenNoch sicherer und mit anderen Motiven: Die Euro-Währungshüter tüfteln seit einiger Zeit an einer neuen Banknotenserie. Die Bürgerinnen und Bürger dürfen bei der Gestaltung ein Wörtchen mitreden.

Wie sollen die Euro-Scheine künftig aussehen? Die Europäische Zentralbank (EZB) präsentiert zehn Entwürfe für die geplante neue Banknotenserie und befragt nun die Bürgerinnen und Bürger. Bis zum 21. September können sich Europäerinnen und Europäer an einer Online-Umfrage beteiligen: https://surveys.ecb.europa.eu/10b/neweuro. Wahrscheinlich Ende 2026 wird der EZB-Rat einen Vorschlag auswählen. Bis die Menschen die neuen Banknoten in Händen halten, wird dann noch einige Zeit vergehen.

Euro-Banknoten seien mehr als ein Zahlungsmittel, sagte EZB-Präsidentin Christine Lagarde bei der Vorstellung der von Grafikdesignern gestalteten Vorschläge. Es sei der Notenbank wichtig, die Stimme des Volkes dazu zu hören: „Die Banknoten gehören Ihnen.“ Der Euro ist gemeinsame Währung von rund 358 Millionen Menschen in 21 Ländern der Europäischen Union.

Bundesbank-Präsident Joachim Nagel appelliert: „Nutzen Sie die Gelegenheit, Ihre Meinung einzubringen und die Zukunft des Euro mitzugestalten.“ Je mehr Menschen abstimmten, „desto besser spiegeln die Euro-Banknoten künftig die Vielfalt und die Werte Europas wider“.

Berühmte Persönlichkeiten oder Flüsse und Vögel

In einer Vorauswahl für die Motive der neuen Banknoten hatte die EZB bereits Anfang vergangenen Jahres zwei Themen festgelegt. Für jedes liegen nun jeweils fünf Umsetzungsvorschläge vor:

„Europäische Kultur“: Auf der Vorderseite der Scheine sind berühmte Europäer wie Ludwig van Beethoven, Marie Curie und Leonardo da Vinci verewigt. Die Rückseiten zeigen etwa Darstellungen von Straßenkünstlern oder einem Sängerfest.„Flüsse und Vögel“: Fokus ist in diesem Fall die „Widerstandskraft und Vielfalt der natürlichen Ökosysteme Europas“. Unter anderem Eisvogel und Weißstorch kommen zu Ehren. Auf der Rückseite der Scheine werden europäische Institutionen abgebildet, zum Beispiel das Europäische Parlament, die Europäische Kommission und die EZB.

Neue Sicherheitsmerkmale in Arbeit

Die EZB hatte Ende 2021 einen Prozess zur Neugestaltung der Geldscheine angestoßen. Notenbanken entwickeln regelmäßig neue Banknotenserien, um Kriminellen das Handwerk zu erschweren. „Mit verbesserten und innovativen Sicherheitsmerkmalen wollen wir den Fälschern immer einen Schritt voraus sein“, sagt Bundesbank-Präsident Nagel.

Zudem wollen die Euro-Währungshüter die Umweltfolgen der Produktion verringern: Ziel ist, dass die Scheine länger halten. Ein weiterer Aspekt: Für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen sollen die Banknoten besser erkennbar sein.

Die ersten Euro-Banknoten wurden am 1. Januar 2002 ausgegeben. Seit Mai 2019 ist die zweite Generation der Scheine mit neuen Sicherheitsmerkmalen komplett. Die Motive auf den aktuellen Euro-Banknoten sind - anders als bei den früheren nationalen Währungen wie der D-Mark - eher nüchtern: Bauwerke, die es in Wirklichkeit nicht gibt.

Migration: Sachsen-Anhalt nutzt neue Möglichkeiten für Abschiebungen
Migration: Sachsen-Anhalt nutzt neue Möglichkeiten für AbschiebungenNach Afghanistan könnten künftig mehr abgelehnte Asylbewerber abgeschoben werden. Eine Neuregelung des Bundes macht es möglich. Sachsen-Anhalt trifft schon Vorbereitungen.

Sachsen-Anhalt will die erweiterten Möglichkeiten zur Abschiebung abgelehnter Asylbewerber nach Afghanistan nutzen. „In Sachsen-Anhalt erfolgen bereits die Vorbereitungen zur Erweiterung der Abschiebungsmaßnahmen nach Afghanistan“, teilte das Innenministerium in Magdeburg auf Nachfrage mit. „Auch die sachsen-anhaltischen Ausländerbehörden wurden über die veränderte Sachlage bereits informiert.“ Konkret solle es nun um ausreisepflichtige alleinstehende jüngere Männer gehen, die ausschließlich Sozialleistungen empfangen.

Sachsen-Anhalt begrüße, dass das zuständige Bundesamt für Migration und Flüchtlinge begonnen hat, den Schutzstatus beziehungsweise Abschiebungsverbote von Gefährdern und Straftätern und nunmehr auch von jungen gesunden alleinreisenden Männern zu prüfen und in Einzelfällen bei fehlenden Schutzgründen vollständig aufzuheben, heißt es aus dem Innenministerium weiter. Es würden die grundlegenden rechtlichen Voraussetzungen zur Vollziehbarkeit von Abschiebungen geschaffen.

Mensch in Lebensgefahr: Messerangriff mit Geiselnahme in Bank in Regensburg
Mensch in Lebensgefahr: Messerangriff mit Geiselnahme in Bank in RegensburgWegen einer Geiselnahme in Regensburg ist die Polizei im Einsatz. Mehrere Menschen sollen sich noch in der Bank befinden – auch der mutmaßliche Täter. Eine Person liegt im Krankenhaus.

Bei einem Messerangriff und einer Geiselnahme in einer Bankfiliale in Regensburg ist ein Mensch laut Polizei lebensgefährlich verletzt worden. Der mutmaßlich männliche Täter sei wohl mit einem Messer bewaffnet, sagte eine Polizeisprecherin der Nachrichtenagentur DPA.

Der Täter befindet sich den Angaben zufolge noch im Bankgebäude. Der Polizei sei es noch nicht gelungen, ihn im Gebäude zu lokalisieren. Die bei der Geiselnahme lebensbedrohlich verletzte Person wird inzwischen im Krankenhaus medizinisch versorgt, teilt die Polizei mit.

Mehrere Menschen in Bankfiliale in Regensburg

Nach bisherigen Erkenntnissen befinden sich noch weitere Menschen in dem Bankgebäude. Noch seien aber keine Einsatzkräfte im Gebäude – ein Großaufgebot inklusive Spezialkräfte und ein Hubschrauber seien aber alarmiert.

Das Motiv des Geiselnehmers blieb zunächst offen. Es seien noch keine Forderungen eingegangen, sagte die Polizeisprecherin.

Die Polizei sei mit vielen Beamten vor Ort. Die Bürger wurden gebeten, das Gebiet um die Filiale zu meiden.

Hinweis: Dieser Beitrag wird laufend aktualisiert.

Perlachturm: Sanierung von Augsburger Wahrzeichen verzögert sich bis 2028
Perlachturm: Sanierung von Augsburger Wahrzeichen verzögert sich bis 2028Während der Arbeiten am Perlachturm in Augsburg wurden Schäden noch aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt. Wie diese Funde die Sanierung beeinflussen und warum sich die Fertigstellung verschiebt.

Die Sanierung des Augsburger Wahrzeichens Perlachturm wird länger dauern und teurer werden als bislang geplant. Die Bauarbeiten an dem rund 70 Meter hohen historischen Turm neben dem Renaissance-Rathaus sollten ursprünglich bis Herbst 2027 abgeschlossen werden, nun wird Mitte 2028 als Fertigstellung angepeilt. Durch die Verzögerung und weitere Ursachen werde die Sanierung elf statt neun Millionen Euro kosten, teilte die Stadt mit.

Als Gründe für die Verteuerung und Verzögerung nannte die Verwaltung unter anderem die Insolvenz eines der am Bau beteiligten Unternehmen sowie Schäden und Mängel an dem Turm, die erst während der bereits begonnen Sanierung entdeckt wurden.

Beispielsweise seien Schäden gefunden worden, die bereits im Zweiten Weltkrieg entstanden seien und damals nur mangelhaft oder gar nicht repariert wurden. Augsburg war damals großflächig bombardiert worden, das Rathaus wurde dadurch zu einem großen Teil zerstört.

Der „Perlach“ am Rathausplatz ist ein beliebter Aussichtsturm mit einer mehr als tausendjährigen Geschichte. Im Jahr 989 soll an dem Standort bereits ein 30 Meter hoher Wachturm errichtet worden sein. Später wurde der Turm umgebaut und aufgestockt. Sein heutiges Aussehen erhielt er Anfang des 17. Jahrhunderts. Der Bund hat für die Sanierung des Denkmals mehrere Millionen Euro zur Verfügung gestellt.

Unfall: Schwerer Unfall im Freibad: Mann springt auf Mädchen
Unfall: Schwerer Unfall im Freibad: Mann springt auf MädchenEin Sprung vom Fünf-Meter-Turm endet für ein Mädchen im Freibad in Rengsdorf bei Koblenz mit schweren Verletzungen. Die Ermittlungen zum Unfallhergang laufen.

In einem Freibad in Rengsdorf bei Koblenz ist ein neunjähriges Mädchen schwer verletzt worden. Der Vorfall ereignete sich bereits Mitte Juli, als ein Mann unmittelbar nach dem Mädchen vom Fünf-Meter-Turm sprang. Das Mädchen erlitt Brüche im Bereich der Brustwirbel, wie der SWR berichtete.

Die Polizei in Koblenz bestätigte den Vorfall. Derzeit liefen noch die Ermittlungen. Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen werde der Vorgang der Staatsanwaltschaft zur Prüfung vorgelegt.

Trump knüpft Atomabkommen mit Saudi-Arabien an Normalisierung mit Israel
Trump knüpft Atomabkommen mit Saudi-Arabien an Normalisierung mit IsraelUS-Präsident Donald Trump hat das mit Saudi-Arabien geschlossene Atomabkommen an die Normalisierung der Beziehungen des Golfstaats zu Israel geknüpft. Die Vereinbarung zum Aufbau eines zivilen Atomprogramms in dem Golfstaat hänge „vollständig davon ab, dass Saudi-Arabien den sehr angesehenen und erfolgreichen Abraham-Abkommen beitritt“, schrieb Trump am Donnerstag in seinem Onlinedienst Truth Social. Derweil befürchten Kritiker mitten im Iran-Krieg ein atomares Wettrüsten in der Region.

Mit den Abraham-Abkommen hatte Trump während seiner ersten Amtszeit eine historische Annäherung zwischen Israel und einigen arabischen Staaten vermittelt. Zu den Unterzeichnern zählen seit 2020 unter anderen die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Marokko. Nun will Trump, dass auch Saudi-Arabien folgt.

Das Büro des israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu begrüßte die Äußerungen des US-Präsidenten. Eine offizielle Anerkennung Israels durch Saudi-Arabien wäre ein „historischer Schritt hin zu Frieden im Nahen Osten“. Das gemeinsame militärische Vorgehen der USA und Israels „gegen das völkermörderische Regime in Teheran und Israels Zerschlagung der iranischen Terrorachse haben die Möglichkeit geschaffen, den Kreis des Friedens zu erweitern“.

Bereits in den vergangenen Jahren hatten die USA versucht, auch Saudi-Arabien für die Abraham-Abkommen zu gewinnen - und ein mögliches Atomabkommen von einer solchen Normalisierung mit Israel abhängig gemacht. Zunächst war bei der Bekanntgabe der nun geschlossenen Vereinbarung davon aber nicht die Rede gewesen.

Trump betonte nun zudem, die Vereinbarung mit Saudi-Arabien sehe „keine Anreicherung“ von Uran zum Bau von Atomwaffen vor. Es gehe alleine um eine nicht-militärische Nutzung der Kernkraft. Er trat damit Befürchtungen entgegen, Riad könne das Nuklearprogramm missbrauchen - ähnlich wie es der Westen dem Iran vorwirft. Laut dem „Wall Street Journal“ sieht eine Klausel in der Vereinbarung aber vor, dass US-Unternehmen eine Urananreicherungsanlage in Saudi-Arabien errichten können, falls eine Untersuchung beider Seiten dies als gerechtfertigt einschätzt.

Die USA und Saudi-Arabien hatten das Abkommen mitten im Iran-Krieg geschlossen. Die Vereinbarung solle es ermöglichen, „die US-Exporte von Nukleartechnologien auszubauen“ und „gut bezahlte Arbeitsplätze in den Vereinigten Staaten zu schaffen“, erklärte US-Energieminister Chris Wright am Mittwoch. Der Wert des Deals beträgt nach seinen Angaben mehrere Milliarden Dollar.

Zwei Verträge wurden von Wright und seinem saudiarabischen Kollegen, Prinz Abdulasis bin Salman, unterzeichnet. Der US-Kongress muss der Vereinbarung noch zustimmen. Dort haben Trumps Republikaner die Mehrheit; eine Zustimmung gilt als Formsache.

Das Abkommen ebnet den Weg für den Bau von Atomkraftwerken in Saudi-Arabien. Das Königreich ist derzeit zur Stromerzeugung von Gas- und Ölkraftwerken abhängig und verfügt über kein Kernkraftwerk. Die US-Atomkraftfirma Westinghouse begrüßte die Vereinbarung. Unternehmenschef Dan Summer sprach im Sender CNBC von einem „wichtigen Meilenstein“.

Kritiker befürchten, dass der Aufbau eines zivilen Atomprogramms von Riad zur Entwicklung von Atomwaffen genutzt werden könnte. US-Außenminister Marco Rubio versicherte jedoch, dass die Vereinigten Staaten „niemals“ ein Abkommen mit einem Land schließen würden, das zu einem „Risiko“ bei der Verbreitung von Atomwaffen führen würde. Saudi-Arabien wolle ein „friedliches, ziviles Programm“, sagte Rubio am Rande des Asean-Außenministertreffens in der philippinischen Hauptstadt Manila.

Die mit dem Iran rivalisierende Regionalmacht Saudi-Arabien pocht auf ihr Recht, ein ziviles Atomprogramm zu verfolgen. 2009 hatten die USA ein Atomabkommen mit den Vereinigten Arabischen Emiraten unterzeichnet. Das Nachbarland Saudi-Arabiens reichert allerdings kein Uran an.

Die USA unterhalten Atomvereinbarungen mit mehr als 50 Ländern. Das Abkommen mit Saudi-Arabien ist nach Ansicht der Expertin Jennifer T. Gordon von der Denkfabrik Atlantic Council ein „Erfolg der Vereinigten Staaten gegenüber Russland und China“. Ihr Kollege Matthew Kroenig äußerte dagegen Bedenken: Washington tue „gut daran, seine Beziehungen zu Riad zu stärken“, sagte der Experte vom Atlantic Council. Allerdings sollten die USA dies „nicht auf Kosten ihrer wirksamen Standards zur Nichtverbreitung von Atomwaffen tun“.

Der demokratische Senator Chris Murphy erklärte im Onlinedienst X, dass die geschlossene Vereinbarung „ein nukleares Wettrüsten in der Region auslösen könnte und den Iran noch mehr davon abhalten dürfte, sein eigenes Atomprogramm zu begrenzen“.

Der demokratische Senator und frühere US-Präsidentschaftsbewerber Bernie Sanders erklärte, Trump rechtfertige seinen Krieg gegen den Iran damit, dass er die Islamische Republik von der Urananreicherung für den Bau einer Atombombe abhalten wolle. „Jetzt lässt er seine besten Freunde in Saudi-Arabien - eine der brutalsten Diktaturen der Welt - genau das tun. Das ist absurd“, schrieb er auf X.

Seit langer Zeit gibt es die Befürchtung, dass die Herstellung einer Atomwaffe durch den Iran ein Wettrüsten in der gesamten Golfregion auslösen würde. Im Iran-Krieg ist Saudi-Arabien zuletzt immer wieder vom Iran aus attackiert worden. Unlängst hat auch die vom Iran unterstützte Huthi-Miliz im Jemen einen Flughafen in Saudi-Arabien angegriffen und eine Seeblockade gegen das Nachbarland verkündet.

2. Bundesliga: Lizenz-Skandal im Handball? Nordhorn-Rivale geht vor Gericht
2. Bundesliga: Lizenz-Skandal im Handball? Nordhorn-Rivale geht vor GerichtDer frühere Handball-Europapokalsieger HSG Nordhorn-Lingen steckt erneut in großen Schwierigkeiten. Der Ligaverband und ein Konkurrent reagieren, im Raum steht ein schwerwiegender Vorwurf.

Dem deutschen Handball droht ein Lizenzierungsskandal mit sportgerichtlichem Nachspiel. Auslöser sind die finanziellen Probleme und möglicherweise falschen Angaben des aktuellen Zweitligisten und früheren Europapokal-Siegers HSG Nordhorn-Lingen.

Die Handball-Bundesliga (HBL) hatte den Niedersachsen im Frühjahr ohne Auflagen die Lizenz für die Saison 2026/27 erteilt. In der vergangenen Woche räumte die HSG auf ihrer Internetseite jedoch eine „wirtschaftlich herausfordernde Situation“ ein.

Als Konsequenz daraus stellte die HBL nun einen Sechs-Punkte-Abzug für die nächste Saison in Aussicht und machte den Nordhornern mehrere Auflagen: Unter anderem den „kurzfristigen Nachweis“, die Liquiditätslücke auch abdecken zu können.

Falsche Angaben im Lizenzierungsverfahren?

Der entscheidende Hinweis in der Stellungnahme des Ligaverbands ist jedoch: Die HBL wirft der HSG vor, im Lizenzierungsverfahren nicht mit korrekten Zahlen gearbeitet zu haben. „Nach heutigem Kenntnisstand“ bestünden „nicht unerhebliche Abweichungen gegenüber den im Frühjahr 2026 von dem HSG Nordhorn e. V. im Lizenzierungsverfahren für die Saison 2026/27 gemachten Angaben“, heißt es in dem Schreiben.

Aus diesem Grund möchte der bisherige Nordhorner Zweitliga-Konkurrent HSG Krefeld Niederrhein vor das Schiedsgericht der HBL ziehen. Das bestätigte dessen Geschäftsführer André Schicks der „Bild“. Die Krefelder sind sportlich aus der 2. Bundesliga abgestiegen, hätten aber als erster Nachrücker davon profitiert, wenn dem langjährigen Bundesligisten und EHF-Pokal-Sieger von 2008 die Lizenz verweigert worden wäre.

Die Nordhorner erklärten auf ihren Vereinskanälen, der Situation „mit voller Verantwortung“ zu begegnen. „Wir arbeiten eng und lösungsorientiert mit der Lizenzierungskommission der HBL zusammen, um alle geforderten Punkte zügig und vollständig zu erledigen“, heißt es in einer Stellungnahme in den sozialen Netzwerken. „Wir sind fest davon überzeugt, dies gemeinsam mit allen Partnern, Fans und allen Beteiligten zu erreichen“. Nähere Details kündigte Geschäftsführer Michael Jonker für die nächste Woche an.

Rauch gemeldet: Grundschule nach Kabelbrand evakuiert
Rauch gemeldet: Grundschule nach Kabelbrand evakuiertRauch in einer Grundschule: Ein Kabelbrand löst eine Evakuierung aus. Wo das Feuer entstand, ist noch nicht bekannt.

Wegen eines Kabelbrands ist eine Grundschule in Lorch (Ostalbkreis) geräumt worden. Es habe sich Rauch entwickelt. Daraufhin wurden alle Schüler in Sicherheit gebracht, wie ein Polizeisprecher sagte.

Verletzte gab es nach bisherigen Erkenntnissen keine. Die Feuerwehr löschte den Brand. Wo es in der Schule zum Kabelbrand kam, blieb zunächst unklar.

Bekannte ihres Sohnes: Frau betäubt und Geld gestohlen? Duo in Spandau festgenommen
Bekannte ihres Sohnes: Frau betäubt und Geld gestohlen? Duo in Spandau festgenommenZwei Bekannte ihres Sohnes besuchen eine 65-Jährige - und sagen, sie wollen mit ihr etwas trinken. Doch dann verabreichen sie ihr ein schläfrig machendes Mittel. Am Morgen danach fehlt dann etwas.

Ein Mann und eine Frau sollen die Mutter eines Bekannten in Berlin-Lichterfelde beraubt haben. Die 18-Jährige und der 26-Jährige sollen die Frau am Dienstagabend in ihrem Haus im Drei-Zinnen-Weg besucht haben, wie die Polizei mitteilte. Demnach gaben die beiden vor, mit ihr etwas trinken zu wollen. Dabei sollen sie unbemerkt schläfrig machende Mittel verabreicht haben.

Was danach geschah, ist Gegenstand der Ermittlungen. Am Mittwochmorgen stellte die Frau nach dem Aufwachen fest, dass ihre Haustür offen stand und Bargeld fehlte. Sie rief die Polizei. Einsatzkräfte nahmen die Verdächtigen am selben Tag in Spandau fest. Sie sollen einem Haftrichter vorgeführt werden, wie es hieß. Gegen die beiden wird wegen schweren Raubs ermittelt.

Laufendes Ermittlungsverfahren: Betrugsmasche mit Investments: Polizei schnappt 38-Jährigen
Laufendes Ermittlungsverfahren: Betrugsmasche mit Investments: Polizei schnappt 38-JährigenLukrative Investmentangebote und ausbleibende Gewinne: Im Wetteraukreis ist eine Betrugsmasche aufgeflogen. Einen Tatverdächtigen findet die Polizei in Baden-Württemberg.

Die Polizei hat im Wetteraukreis einen mutmaßlichen Anlagebetrüger festgenommen. Der Tatverdächtige aus Baden-Württemberg steht im Verdacht, an einer Betrugsmasche beteiligt gewesen zu sein, wie die Polizei mitteilte.

Demnach sollen die Täter ihre Opfer mit lukrativen Investmentangeboten gelockt haben. Ein Mann aus dem Wetteraukreis wurde schließlich auf die Betrugsmasche aufmerksam, als die Auszahlungen ausblieben. Mit dem Versprechen von hohen Gewinnen hatte er zuvor mehr als 100.000 Euro an die Betrüger überwiesen, hieß es. Er erstatte daraufhin Anzeige bei der Polizei.

Diese konnte im Zuge der Ermittlungen einen Tatverdächtigen ausfindig machen und festnehmen. Auch seine Wohnung wurde durchsucht, so die Polizei. Dabei stellten die Ermittler den Angaben zufolge eine hohe Summe Bargeld sowie Datenträger und ein Handy sicher. Die Ermittlungen zur genauen Tatbeteiligung des 38-Jährigen sowie zu möglichen Hintermännern dauern an.

Verteidigung: Pistorius: Sind bei Drohnen in Europa vorne
Verteidigung: Pistorius: Sind bei Drohnen in Europa vorneIn der Ukraine wird deutlich, wie sich Kriegsführung geändert hat. Ohne Drohnentechnologie geht nichts mehr. Verteidigungsminister Pistorius sieht Deutschland bei dem Thema in Europa an der Spitze.

Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius sieht Deutschland beim Thema Drohnentechnologie in Europa an der Spitze. „Die deutsche Öffentlichkeit glaubt, in Teilen jedenfalls immer noch, dass wir bei Drohnen hintendran wären, das ist längst Geschichte“, sagte der SPD-Politiker vor Journalisten bei einem Besuch der Rüstungsfirma Hensoldt in Oberkochen im Ostalbkreis. „Wir sind in Europa, das können Ihnen alle Fachleute bestätigen, längst vorne“, fügte er hinzu.

Man werde diesen Entwicklungsvorsprung ausbauen müssen und sei deswegen mit der Ukraine im engen Austausch. Der Krieg dort zeige, dass man „alte Systeme“ wie Panzer, Schiffe, Flugzeuge brauche, um Raum halten oder einnehmen zu können. „Wir werden auch Infanterie immer gebrauchen, aber wir werden mehr Drohnen brauchen, wir werden mehr unbemannte Systeme auch zu Land brauchen“, sagte Pistorius.

Hensoldt ist auf den Bau von Radaren und optischen Systemen spezialisiert. Die Firma entwickelt Sensoren, Elektronik und Software für Heeres-, See-, Luft- und Raumfahrtstreitkräfte und zur Abwehr von Cyberangriffen. Im vergangenen Jahr erzielte das börsennotierte Unternehmen nach eigenen Angaben einen Umsatz von 2,46 Milliarden Euro.

Nuklearabkommen: Riads Verhältnis mit Israel: US-Atomdeal auf der Kippe
Nuklearabkommen: Riads Verhältnis mit Israel: US-Atomdeal auf der KippeMitten im Iran-Krieg kündigen die USA eine neue Zusammenarbeit mit Saudi-Arabien bei dessen Atomprogramm an. Dann stellt US-Präsident Trump Riad - offenbar nachträglich - eine große Bedingung.

Für Kurswechsel in letzter Minute ist Donald Trump bekannt. Jetzt verpasst der US-Präsident einem gerade erst verkündeten Atom-Abkommen mit Saudi-Arabien eine überraschende Wendung: Die USA werden den Golfstaat nach Aussagen Trumps nur dann beim Aufbau seines zivilen Atomprogramms unterstützen, wenn das Land seine Beziehungen mit Israel normalisiert. Nur einen Tag nach Verkündung des weitreichenden - und vielfach kritisierten - Abkommens ist damit offen, ob es je umgesetzt wird.

Überraschend teilte Trump mit, der am Mittwoch angekündigte Deal sei „komplett abhängig“ davon, ob Saudi-Arabien den Abraham-Abkommen beitritt. Mit diesen hatten im Jahr 2020 während Trumps erster Amtszeit mehrere arabische Länder die Beziehungen zu Israel normalisiert. Dass Riad diese Forderung Trumps erfüllt, scheint derzeit nicht realistisch, auch wenn es in vergangenen Jahren Gespräche dazu gab.

Saudi-Arabien äußerte sich zunächst nicht zu der offenbar nachträglich gestellten Forderung. Auch die staatsnahen Medien in dem Golfstaat schwiegen dazu. Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu teilte mit, solch ein Schritt wäre „ein historischer Schritt nach vorne für den Frieden im Nahen Osten“.

Worum geht es bei dem Abkommen grundsätzlich?

Die USA und Saudi-Arabien hatten am Mittwoch – mitten im Krieg mit dem Iran, in dem es auch um dessen Atomprogramm geht – ein Abkommen geschlossen zur zivilen Nutzung der Kernenergie. Energieminister beider Länder unterzeichneten dazu eine Vereinbarung, zudem soll ein weiteres Abkommen über Sicherheitskontrollen unterzeichnet worden sein. Einzelheiten wurden zunächst nicht bekannt.

Nach US-Medienberichten könnte das Abkommen Saudi-Arabien erstmals den Weg zur Urananreicherung eröffnen. Eine gemeinsame amerikanisch-saudische Studie soll prüfen, ob eine Anlage im Königreich gerechtfertigt wäre. Bei einem positiven Ergebnis könnten US-Unternehmen dafür den Bau übernehmen.

Zugleich sollen US-Firmen für 30 Jahre eine zentrale Rolle beim Aufbau der saudischen Atomindustrie erhalten und ausländische Konkurrenten weitgehend ausgeschlossen werden. Die Urananreicherung gilt als besonders sensibel. Niedrig angereichertes Uran dient als Brennstoff für Kernkraftwerke. Bei höherem Anreicherungsgrad kann es jedoch für Atomwaffen genutzt werden. Trump betonte nun am Donnerstag, dass der Atomdeal „keine Anreicherung von Material“ beinhalte.

Ein Abkommen im Schatten des Iran-Kriegs

Der Zeitpunkt ist besonders brisant. Das Abkommen fällt mit dem Iran-Krieg zusammen - den die US-Regierung und Israel auch mit der Sorge begründet hatten, der Iran könne nach Atomwaffen streben. Teheran weist dies seit Jahren zurück. Für die USA geht es bei dem Deal um wirtschaftliche Vorteile durch mögliche Milliardenverträge, aber auch darum, den Einfluss von Ländern wie China und Russland in der Golfregion einzudämmen.

Saudi-Arabien besitzt bislang kein bekanntes Atomwaffenprogramm. Der Kronprinz und faktische Herrscher Mohammed bin Salman treibt die zivile Nutzung der Kernenergie jedoch seit Jahren voran. Er betont, sein Land wolle keine Atomwaffen entwickeln. Sollte der Iran diesen Schritt aber gehen, werde Saudi-Arabien „so schnell wie möglich“ nachziehen. Saudi-Arabien und der Iran waren über Jahrzehnte Rivalen, und bis heute ist das Misstrauen groß, trotz einer vorsichtigen diplomatischen Annäherung seit 2023.

Sorge vor fehlender Kontrolle

Mit dem Abkommen wächst die Sorge, dass sensible Atomtechnologie in einer ohnehin angespannten Region weiterverbreitet werden könnte. Befürchtet wird der Beginn eines neuen atomaren Wettbewerbs im Nahen Osten. Der Deal muss nun dem US-Kongress vorgelegt werden, wo Widerstand erwartet wird. Offen ist vor allem, welche Kontrollrechte internationale Inspektoren erhalten. Zudem könnten andere Länder in der Region wie die Vereinigten Arabischen Emirate, die Türkei und Ägypten angesichts des Deals eigene Programm ausbauen wollen.

Trump betonte nun, das Abkommen betreffe nur den nicht-militärischen Gebrauch der Nukleartechnologie. Auch US-Außenminister Marco Rubio versprach strenge Sicherheitsvorkehrungen im Rahmen des Deals.

Normalisierung zu Israel als überraschende Bedingung

Einen Tag nach Verkündung stellt Trump das gesamte Abkommen mit einem Post bei Truth Social plötzlich wieder infrage. Er forderte erneut, dass Saudi-Arabien den Abraham-Abkommen beitritt, was für ihn selbst wie auch für Israel ein gewaltiger politischer Gewinn wäre. Es scheint, dass Trump sie erst nachträglich stellte - möglicherweise auf Druck von Ministerpräsident Netanjahu hin, oder um die Chancen des Abkommens im US-Kongress zu erhöhen.

Es scheint derzeit nicht realistisch, dass die Golfmonarchie mit Israel Frieden schließt. Zwar hatte das Land Israel schon 2002 den Frieden angeboten unter anderem mit der Forderung, dass Israel einen unabhängigen Palästinenserstaat anerkennt und sich aus allen 1967 besetzten Gebieten zurückzieht. Mit dem Gaza-Krieg ab Oktober 2023 und Israels weiteren Militäreinsätzen in der Region, darunter im Libanon, in Syrien und Katar, sind diese Ziele in noch weitere Ferne gerückt.

Die Frage der diplomatischen Annäherung ist für die saudische Königsfamilie politisch noch heikler geworden. Umfragen zufolge lehnen Bewohner der arabischen Welt eine Anerkennung Israels ganz überwiegend ab, dem Land und seinem Regierungschef Netanjahu schlägt in weiten Teilen der Region extreme Kritik und offener Hass entgegen. Mit getrieben von der Bedrohung durch den Iran, der auch Saudi-Arabien im Krieg angreift, gibt es zwar eine verdeckte Zusammenarbeit mit Israel auf Ebene von Geheimdiensten und Militär. Formal bleibt die Annäherung auf dem Tisch - politisch greifbar scheint sie nicht.

Ermittlungen: „Maddie"-Verdächtiger soll Polizisten in Kiel angegriffen haben
Ermittlungen: „Maddie"-Verdächtiger soll Polizisten in Kiel angegriffen habenDer Deutsche Christian B. gilt im Fall „Maddie“ als Verdächtiger, befindet sich aber auf freiem Fuß. Jetzt wird wieder gegen ihn ermittelt: Er soll Polizisten attackiert haben.

Die Polizei Kiel ermittelt nach einem mutmaßlichen körperlichen Angriff auf Beamte gegen den deutschen Verdächtigen im Fall des verschwundenen britischen Mädchens Madeleine „Maddie“ McCann. Christian B. soll im Rahmen einer „Einsatzabarbeitung“ einen Polizisten verletzt haben, wie die Polizei in der schleswig-holsteinischen Landeshauptstadt am Donnerstag mitteilte. Zuvor hatte der „Spiegel“ darüber berichtet.

Die Polizei leitete demnach am 6. Juni ein entsprechendes Verfahren ein, ermittelt wird wegen eines körperlichen Angriffs beziehungsweise Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte. „Aufgrund des noch laufenden Ermittlungsverfahrens können derzeit keine detaillierteren Angaben zum Sachverhalt gemacht werden“, teilten die Beamten weiter mit.

Polizisten vor Supermarkt fotografiert

Dem „Spiegel“ zufolge soll B. sich eine „Rangelei“ mit Polizisten vor einem Supermarkt geliefert haben, nachdem er diese mit seinem Handy fotografiert hatte. Demnach soll sich der 49-Jährige geweigert haben, den Beamten sein Mobiltelefon auszuhändigen. Im Verlauf des Geschehens habe einer der Polizisten eine Verletzung am Knie davongetragen.

B.s Anwalt bestätigte laut „Spiegel“ den Vorfall, warf der Polizei zugleich aber eine überzogene Reaktion vor. Die Aufnahmen habe sein Mandant aus einer Entfernung von mehr als 40 Metern gemacht, sagte er.

Christian B. gilt als Verdächtiger im Fall „Maddie“

Der wegen Sexualdelikten mehrfach vorbestrafte Mann war im September aus einer Justizvollzugsanstalt in Niedersachsen entlassen worden, nachdem er eine siebenjährige Gefängnisstrafe unter anderem wegen Vergewaltigung abgesessen hatte. Mit dem Fall Maddie hatte das nichts zu tun. Inzwischen wohnt er in einer städtischen Unterkunft in Kiel.

Laut Einschätzung eines Gerichtsgutachters besteht bei B. eine große Gefahr für weitere Straftaten. Es gibt aktuell aber keine rechtliche Grundlage für etwaige freiheitsentziehende Maßnahmen. Er wird rund um die Uhr von der Polizei überwacht. Zudem wurden ihm im Rahmen der sogenannten Führungsaufsicht Weisungen erteilt. Unter anderem muss B. daher eine elektronische Fußfessel zur Positionsbestimmung tragen.

Die Staatsanwaltschaft im niedersächsischen Braunschweig stuft B. als Verdächtigen im Fall der 2007 verschwundenen Maddie ein. Das gab sie 2020 bekannt, Anklage erhob sie bisher nicht. Maddie war aus einer Ferienwohnung in Praia da Luz in Portugal verschwunden, während ihre Eltern in einem nahen Restaurant aßen. Trotz jahrelanger Suche fehlt von ihr bisher jede Spur, der Fall sorgt seit jeher für ein großes Medieninteresse. Laut Ermittlern lebte B. früher zeitweise in Portugal.

Gewaltkriminalität: Geiselnahme in Regensburger Bank - Mensch in Lebensgefahr
Gewaltkriminalität: Geiselnahme in Regensburger Bank - Mensch in LebensgefahrEin Spezialeinsatzkommando ist unterwegs, doch noch kann die Polizei nicht in das Gebäude. Derweil bangen die Rettungskräfte um das Leben eines Opfers.

Bei einer Geiselnahme in einer Bankfiliale in Regensburg ist laut Polizei ein Mensch lebensbedrohlich verletzt worden. Der mutmaßlich männliche Täter sei wohl mit einem Messer bewaffnet, sagte eine Polizeisprecherin der Deutschen Presse-Agentur. Ob das lebensbedrohlich verletzte Opfer, zu dem die Einsatzkräfte Blickkontakt hatten, noch im Einflussbereich des Geiselnehmers ist oder bereits versorgt werden konnte, blieb zunächst unklar.

Die Polizei geht nach Angaben einer Sprecherin davon aus, dass sich noch weitere Personen in der Bank befinden. Noch seien aber keine Einsatzkräfte im Gebäude - ein Großaufgebot inklusive Spezialkräfte und ein Hubschrauber seien aber alarmiert.

Was das Motiv des Geiselnehmers ist, blieb zunächst offen. Es seien noch keine Forderungen eingegangen, sagte die Polizeisprecherin.

Ermittlungen laufen: 37-Jähriger wird von Polizei gefesselt – und stirbt
Ermittlungen laufen: 37-Jähriger wird von Polizei gefesselt – und stirbtIn Duisburg schließt sich ein 37-Jähriger im Badezimmer ein. Der Vorfall löst einen Polizeieinsatz aus. Am Ende stirbt der Mann. Jetzt rätseln die Ermittler, wie es dazu kam.

Nach dem Tod eines 37-Jährigen im Anschluss an einen Polizeieinsatz in Duisburg wird gegen sechs Beamte und zwei Mitarbeiter des Rettungsdienstes ermittelt. Der Vorfall liegt bereits einige Tage zurück, wie die Staatsanwaltschaft Duisburg mitteilte.

Einsatzkräfte der Duisburger Polizei waren den Angaben zufolge in der Nacht zum vergangenen Sonntag in eine Wohnung gerufen worden, wo ein 37-Jähriger in einem Badezimmer schrie und randalierte. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft hatte er sich in dem Raum eingeschlossen.

„Die Beamten verschafften sich in der Folge Zutritt zu dem Badezimmer, legten dem Mann aus Eigensicherungsgründen und zu seinem Schutz zunächst Hand- und Fußfesseln an und verständigten einen Notarzt sowie einen Rettungswagen“, hieß es in einer Mitteilung. Im Verlauf des Einsatzes habe der Mann dann das Bewusstsein verloren. Nach einer zunächst erfolgreichen Reanimation sei der 37-Jährige mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gekommen, dort aber wenig später gestorben.

Starb der Mann durch Körperverletzung?

Eine Obduktion der Leiche ergab laut Staatsanwaltschaft, dass von Hypoxie als Todesursache auszugehen sei – darunter versteht man eine reduzierte Sauerstoffversorgung. Außerdem gebe es Anhaltspunkte für eine Vergiftung.

Ein Zusammenhang mit der Fesselung des Mannes in Bauchlage könne nicht ausgeschlossen werden, erklärte die Staatsanwaltschaft. Daher würden nun Ermittlungen gegen die sechs beteiligten Polizisten wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge sowie gegen zwei Mitarbeiter des Rettungsdienstes wegen des Verdachts der Körperverletzung mit Todesfolge durch Unterlassen geführt.

Jugendlicher in U-Haft: 17-Jähriger nach Angriffen auf Frauen in Untersuchungshaft
Jugendlicher in U-Haft: 17-Jähriger nach Angriffen auf Frauen in UntersuchungshaftNach Angriffen auf mehrere Frauen in Reutlingen sitzt ein 17-Jähriger in Untersuchungshaft. Die Polizei spricht von einem dringenden Tatverdacht.

Ein jugendlicher mutmaßlicher Mehrfachtäter konnte von der Polizei in Reutlingen gefasst werden. Ihm werden mehrere Angriffe auf Frauen in der Stadt vorgeworfen. Der 17-Jährige wurde am Mittwoch festgenommen. An seiner Wohnanschrift fand eine Durchsuchung statt. Der junge Mann sitzt seither in Untersuchungshaft.

Zuletzt war es laut Polizei am 14. Juli zu mehreren Straftaten eines zunächst Unbekannten gegen eine Jugendliche sowie zwei junge Frauen gekommen. Die Frauen wurden sexuell angegangen und teilweise verletzt. Rasch ergab sich dringender Tatverdacht gegen den 17-Jährigen, der selbst in Reutlingen lebt.

Der 17-Jährige war laut Polizei nach ähnlichen Taten im März und April als Tatverdächtiger identifiziert worden. „Dem Jugendlichen wird nun zur Last gelegt, von den damaligen Ermittlungsmaßnahmen gegen ihn offenbar unbeeindruckt, auch die jüngsten Taten begangen zu haben“, heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Polizeieinsatz: Dönerwurf führt zu Rangelei mit mehreren Verletzten
Polizeieinsatz: Dönerwurf führt zu Rangelei mit mehreren VerletztenEin Streit um einen Döner eskaliert an einem Bahnhof in Mecklenburg-Vorpommern. Am Ende ermittelt die Polizei wegen des Verdachts der Körperverletzung - aber nicht nur deswegen.

Ein Döner landet auf dem Boden, mehrere Männer werden daraufhin handgreiflich, am Ende fallen auch noch verfassungsfeindliche Aussagen: Bei einer Rangelei infolge eines Dönerwurfs in Mecklenburg-Vorpommern haben sich drei Männer Verletzungen zugezogen.

Wie die Polizei mitteilte, gerieten am Bahnhof von Barth an der vorpommerschen Ostseeküste zunächst ein 19-Jähriger und ein 26-Jähriger in Streit, nachdem der Jüngere der beiden den Döner des Älteren auf den Boden geworfen hatte. An der sich anschließenden körperlichen Auseinandersetzung beteiligte sich dann noch ein 24-Jähriger. Alle drei trugen Blessuren davon - ins Krankenhaus musste jedoch keiner von ihnen, wie eine Polizeisprecherin sagte. Der Vorfall ereignete sich bereits am Dienstagabend.

Hohe Alkoholwerte und ein verfassungsfeindliches Tattoo

Bei dem Jüngsten der Beteiligten wurde den Angaben zufolge ein Atemalkoholwert von mehr als zwei und bei dem 24-Jährigen von einem Promille festgestellt. Der 26-Jährige verweigerte einen Test. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen wegen des Verdachts der Körperverletzung gegen alle drei aufgenommen.

Außerdem fiel der Polizei vor Ort ein 30-Jähriger auf, der den Angaben zufolge lautstark verfassungsfeindliche Aussagen von sich gab. An seinem Bein sei zudem ein verfassungsfeindliches Tattoo sichtbar gewesen. Die Polizei ermittelt daher auch wegen des Verdachts des Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.