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Freitag, 30 Januar 2026

Freitag, 23 Januar 2026

Kate Hudson: So feiert sie ihre zweite Oscar-Nominierung
Kate Hudson: So feiert sie ihre zweite Oscar-NominierungKate Hudson hat ihre zweite Oscar-Nominierung mit ihren Liebsten gefeiert. Auch per Textnachricht erreichten sie zahlreiche Glückwünsche.

Kate Hudson (46) hat ihre zweite Oscar-Nominierung im Kreis ihrer Familie gefeiert. Der "Song Sung Blue"-Star erzählte im Gespräch mit "Entertainment Weekly", sie habe die Bekanntgabe mit ihrer Tochter Rani (7) vom Bett aus verfolgt. Es sei "einfach wunderbar" gewesen, den Moment zusammen mit ihr zu erleben. Ein Instagram-Clip von Hudson zeigt zudem, wie sie sichtlich emotional ihre Nominierung als beste Hauptdarstellerin mit jubelnden Freunden in einem Videoanruf feiert. Dazu teilte sie auch ein Bild, auf dem sie ihre Mutter Goldie Hawn (80) umarmt.

Kurz nach der Bekanntgabe kam die Familie auf einen Kaffee vorbei, berichtete Hudson. Sie hätten sich darüber unterhalten, "wie glücklich wir uns schätzen können, in dieser Branche tätig zu sein, und wie außergewöhnlich das ist". Sowohl Hudsons Mutter Goldie Hawn und deren Partner Kurt Russell (74) als auch Hudsons Verlobter Danny Fujikawa (39) kennen das Schauspielgeschäft. "Wir sprachen über all die großartigen Filme und ließen das Jahr Revue passieren, und ich bin einfach unglaublich dankbar, ein Teil von all dem zu sein", ergänzte Hudson.

Die Reaktionen auf ihre Nominierung im Familienchat schilderte die Schauspielerin als überwältigend. Alle hätten "so viele Emojis" geschickt, schilderte Hudson. Goldie Hawn gratulierte ihr zudem öffentlich auf Instagram. "Oh, mein Baby, mein Baby, mein kleines Mädchen! Ich liebe dich so sehr wie das Universum groß ist. Herzlichen Glückwunsch, mein Schatz", schrieb sie zu einem Foto, das Hudson in ihrer "Song Sung Blue"-Rolle zeigt. "Es war einmal eine kleine Tochter namens Kate! Und schaut sie euch jetzt an! Juhu!", zeigte sich Hawn stolz.

Auch die übrigen Nominierten gratulierten

Neben Hudson sind auch Emma Stone ("Bugonia"), Jessie Buckley ("Hamnet"), Renate Reinsve ("Sentimental Value") und Rose Byrne ("If I Had Legs I'd Kick You") in der Kategorie "Beste Hauptdarstellerin" nominiert. Nach der Bekanntgabe hätten sie sich per Textnachrichten gratuliert, sagte Hudson "Entertainment Weekly". Hudson weiter: "Wir freuen uns alle so sehr für einander. Es ist einfach ein großartiges Jahr und es gibt so viel Liebe." Viele Leute aus der Branche kenne sie schon seit ihren Teenager-Jahren. "Das ist ein unglaublicher Grund zum Feiern und es gibt einen wunderbaren Austausch", so Hudson.

Ihre erste Oscar-Nominierung konnte Hudson vor 25 Jahren feiern. 2001 ging sie um den Preis als beste Nebendarstellerin für ihre Rolle in "Almost Famous - Fast berühmt" ins Rennen. In dem Film verkörperte sie Penny Lane, eine Groupie, die eine aufstrebende Rockband auf ihrer Tour begleitet. Ihre Nominierung für den Spielfilm "Song Sung Blue" fühle sich allerdings "ganz anders" an, sagte sie. Damals sei es noch "eine wirklich wilde, riesige Einladung zu einer Party" gewesen. Heute wisse sie es mehr zu schätzen.

Kriminalität: Polizist fast überfahren - Haftbefehl nach Verfolgungsfahrt
Kriminalität: Polizist fast überfahren - Haftbefehl nach VerfolgungsfahrtEs ging mit 120 Stundenkilometern durch eine 30er-Zone. Der Mann ignorierte rote Ampeln und fuhr auf einen Polizisten zu. Wegen des Verdachts des versuchten Mordes sitzt er nun in U-Haft.

Nach einer Verfolgungsfahrt mit der Polizei soll ein Autofahrer einen Beamten in Frankfurt fast überfahren haben. Die Verfolgungsjagd begann in der Nacht auf Donnerstag auf der Autobahn 661 und zog sich bis in den Stadtteil Bonames, wie Polizei und Staatsanwaltschaft in Frankfurt gemeinsam mitteilten. Dort soll der 35-Jährige auf einen Polizisten zugefahren sein, der habe sich nur durch Zurückspringen in einen Streifenwagen retten können. Nachdem der Mann später gefasst wurde, erließ ein Richter am Amtsgericht Frankfurt Haftbefehl wegen des Verdachts des versuchten Mordes.

Die Polizei wollte den 35-Jährigen den Angaben zufolge auf der A661 kontrollieren. Darauf sei der Mann mit hohem Tempo davongefahren. Von drei Streifenwagen verfolgt habe er die Autobahn verlassen und in der Folge mehrere rote Ampeln überfahren. Durch eine Tempo-30-Zone soll er mit bis zu 120 Stundenkilometern gerast sein.

Nachdem die Polizei ihn in Bonames gestoppt hatte, soll der 35-Jährige einen Streifenwagen frontal gerammt haben. Als er durch eine Lücke zwischen einem Polizeiauto und geparkten Fahrzeugen durchfahren wollte, kam es zu der Fast-Kollision mit dem Beamten. Die Festnahme des Deutschen erfolgte schließlich bei ihm zu Hause in Neu-Isenburg (Kreis Offenbach).

US-Verbot umgangen: Tiktok gründet Gemeinschaftsunternehmen mit US-Investoren
US-Verbot umgangen: Tiktok gründet Gemeinschaftsunternehmen mit US-InvestorenDie Videoplattform Tiktok hat ein Joint Venture mit einer US-Mehrheitsbeteiligung gegründet, um in den USA aktiv bleiben zu können. Mit an Bord sind die US-Unternehmen Oracle und Silver Lake sowie MGX aus den Vereinigten Arabischen Emiraten, wie Tiktok am Donnerstag mitteilte. Das "unabhängige" Unternehmen wird demnach von einem siebenköpfigen Vorstand geleitet, dem Tiktok-Geschäftsführer Shou Chew und Führungskräfte großer Investmentfirmen angehören.

Der Softwarekonzern Oracle, die Investmentfirma Silver Lake und der staatliche Investor MGX aus Abu Dhabi halten Tiktok zufolge jeweils 15 Prozent an dem Joint Venture. Oracle-Gründer Larry Ellison ist ein langjähriger Vertrauter von US-Präsident Donald Trump. Dazu kommen weitere US-Investoren.

Der chinesische Mutterkonzern Bytedance behält 19,9 Prozent der Anteile an dem Unternehmen. Das liegt knapp unter der Grenze von 20 Prozent, die Bytedance unter einem Gesetz von Trumps Vorgänger Joe Biden auferlegt wurde. Es zwingt Bytedance dazu, das US-Geschäft von Tiktok zu verkaufen, um einen Ausschluss von den App-Stores zu vermeiden. Washington begründete dies mit nationalen Sicherheitsinteressen. Befürchtet wurden chinesische Propaganda auf Tiktok oder ein Ausspähen von US-Nutzern.

Trump begrüßte die Gründung des Joint Ventures. "Ich freue mich so sehr, dazu beigetragen zu haben, Tiktok zu retten", erklärte er in seinem Onlinedienst Truth Social. Er bedankte sich zudem bei Chinas Präsident Xi Jinping, "dass er mit uns zusammengearbeitet und letztlich der Vereinbarung zugestimmt hat."

Die Vereinbarung sieht nun die Speicherung von US-Nutzerdaten im Cloud-System von Oracle vor. Die Cybersicherheit soll von unabhängigen Experten geprüft werden und US-Standards entsprechen.

Das Joint Venture wird den Angaben zufolge die Entscheidungsgewalt über Sicherheitsrichtlinien sowie die Moderation von Inhalten für US-Nutzerinnen und -Nutzer innehaben. Tiktok behält demnach die Kontrolle über Bereiche wie Werbung, Online-Verkauf und Konzernkommunikation und ist für die "globale Interoperabilität" der Onlineplattform zuständig.

Die Analystin Jasmine Enberg sagte der Nachrichtenagentur AFP, es bestünden immer noch Fragen dazu, wie es nun weitergehe. "Hinter den Kulissen arbeitet Tiktok wahrscheinlich hart daran, den Werbekunden zu versichern, dass alles wie gewohnt weiterlaufen wird", sagte Enberg. "Auch wenn es unwahrscheinlich ist, dass die Nutzer eine neue App herunterladen müssen, werden die Markenpartner wissen wollen, dass ihre Tiktok-Strategien nicht gestört werden."

Tiktok ist insbesondere bei jungen Menschen beliebt und hat in den USA mehr als 200 Millionen Nutzer. In seiner ersten Amtszeit war auch Trump gegen Tiktok vorgegangen. Das Netzwerk spielte dann aber in seinem Wahlkampf eine wichtige Rolle. Seit seinem Amtsantritt im Januar hat Trump die Bytedance gesetzte Frist zum Verkauf von Tiktok mehrfach verlängert, um mit China über eine einvernehmliche Lösung zu verhandeln.

Im September hatte das Weiße Haus eine Grundsatzeinigung mit Peking verkündet, die den Anforderungen des US-Gesetzes entspreche. Damals nannte Trump bereits ausdrücklich Oracle-Gründer Ellison, einen der reichsten Männer der Welt, als wichtigen Akteur der Vereinbarung. Ellison war zuletzt durch seine Geschäfte mit Trump wieder ins Rampenlicht gerückt. Der Milliardär ist zunehmend im Mediengeschäft aktiv.

Mode: Trauerfeier mit Stars für Modemacher Valentino in Rom
Mode: Trauerfeier mit Stars für Modemacher Valentino in RomAnne Hathaway, Liz Hurley und Anna Wintour trauern in Rom um Valentino. Die italienische Filmlegende Sophia Loren hinterließ dem Modeschöpfer zum Abschied einen besonderen Gruß.

Familie, Freunde und internationale Stars nehmen Abschied von dem verstorbenen italienischen Modemacher Valentino. Vor der Basilika Santa Maria degli Angeli in Rom versammelten sich Prominente wie die Schauspielerinnen Anne Hathaway (43) und Liz Hurley (60) sowie die langjährige Chefredakteurin der Modezeitschrift "Vogue" Anna Wintour (76), um an der Trauerfeier für den mit 93 Jahren gestorbenen Designer teilzunehmen.

Valentino - mit vollem Namen Valentino Garavani - war am Montag gestorben. Der Italiener gehörte über Jahrzehnte zu den berühmtesten Modeschöpfern. Mit seinem eleganten Stil hatte er sich in der Modewelt schnell einen Namen gemacht. Er kleidete Königinnen, Filmstars und First Ladys ein. Sein Markenzeichen war die Farbe Rot, das berühmte "Valentino-Rot".

Sophia Loren mit emotionaler Botschaft

Bereits am frühen Morgen füllte sich der Vorplatz der Kirche in der italienischen Hauptstadt mit Fans des Modemachers. Am Vormittag wurde sein Sarg in die Basilika getragen. Dabei waren Valentinos langjähriger Weggefährte Giancarlo Giammetti (83) und sein letzter Partner Bruce Hoeksema (68). Wie die Zeitung "La Repubblica" berichtete, hinterließ die italienische Filmlegende Sophia Loren (91) einen Trauerkranz mit der Aufschrift "Immer in meinem Herzen".

Am Mittwoch und Donnerstag war Valentinos Sarg im Firmensitz seines ehemaligen Modehauses nahe der Spanischen Treppe im Zentrum Roms aufgebahrt. Tausende Menschen nahmen dort von ihm Abschied. Nach der Trauerfeier am heutigen Freitag soll der Sarg auf einem römischen Friedhof in einer als Familienkapelle vorgesehenen Grabstätte beigesetzt werden.

Niedlicher Nachwuchs: Kurzohrrüsselspringer im Tiergarten Kleve geboren
Niedlicher Nachwuchs: Kurzohrrüsselspringer im Tiergarten Kleve geborenWas aussieht wie eine Maus, ist in Wirklichkeit mit Elefanten verwandt. Das Neugeborene findet in der "Rüsselspringer-Hauptstadt" sein neues Zuhause.

Im Tiergarten Kleve ist ein Kurzohrrüsselspringer zur Welt gekommen. Die Tiere seien in Bezug auf Haltung und Fortpflanzung sehr anspruchsvoll, sagt Tiergartenleiter Martin Polotzek. Umso größer sei die Freude über den ersten tierischen Nachwuchs in diesem Jahr. Neugeborene Kurzohrrüsselspringer könnten bereits kurz nach der Geburt laufen und seien "erstaunlich selbstständig", so Polotzek.

Das kleine Tier stammt ursprünglich aus den trockenen und halbwüstenartigen Regionen Südwestafrikas. Es sehe zwar aus wie eine Maus, gehöre jedoch zur Säugetiergruppe der Rüsselspringer - die evolutionsgeschichtlich unter anderem mit Elefanten verwandt sei, erläutert der Tiergartenleiter.

In Kleve befindet sich nach Angaben des Tierparks eine der größten Rüsselspringerpopulationen des Landes. Der Tiergarten beschäftige sich seit Jahren mit der Haltung und Zucht der besonderen Tierart, wodurch Kleve inzwischen als "Rüsselspringer-Hauptstadt Deutschlands" gelte.

Leute von heute : Lothar Matthäus meldet sich nach Skiunfall aus dem Krankenhaus
Leute von heute : Lothar Matthäus meldet sich nach Skiunfall aus dem KrankenhausLothar Matthäus musste an der Schulter operiert werden und meldet sich bei Instagram vom Krankenbett. Diese und weitere Promi-Meldungen in den VIP-News.

Von "A" wie Angelina Jolie oder Amal Clooney über "H" wie Heidi Klum und Helene Fischer bis "Z" wie Zac Efron und Zara Tindall: In der Welt der Promis ist immer etwas los. Ob sich nun neue Paare finden, Babys geboren werden oder Scheidungen über die Bühne gehen – täglich gibt es spannende Neuigkeiten aus der Welt der Stars und Sternchen zu vermelden. Dabei interessieren uns nicht nur nationale, sondern auch internationale Stars, Royals und Reality-TV-Darsteller.

"VIP kompakt": das Wichtigste aus der Welt der Stars

Damit Sie nicht den Überblick verlieren, hält Sie der stern in dieser täglich aktualisierten "VIP kompakt"-Strecke über wichtige Ereignisse in der Promi-Welt auf dem Laufenden und zeigt Ihnen Fotos, die Sie gesehen haben müssen.

Frankreichs Regierung übersteht im Haushaltsstreit erstes Misstrauensvotum
Frankreichs Regierung übersteht im Haushaltsstreit erstes MisstrauensvotumVor dem Hintergrund des Haushaltsstreits hat die französische Regierung ein Misstrauensvotum überstanden. Lediglich 269 Abgeordnete der Nationalversammlung stimmten am Freitag für den Antrag mehrerer Linksparteien. Für eine Mehrheit wären 288 nötig gewesen. Das Ergebnis war erwartet worden, da die Sozialisten zuvor erklärt hatten, den Antrag nicht zu unterstützen.

"Wenn es nicht möglich ist, die Debatte zu einem Ende zu bringen, dann muss jemand die Verantwortung übernehmen", sagte Premierminister Sébastien Lecornu vor der Abstimmung. Der Misstrauensantrag richtete sich gegen das von ihm eingeleitete Verfahren, den Haushalt mit Hilfe des Verfassungsartikels 49.3 ohne abschließende Abstimmung durchs Parlament zu bringen. Er hatte sich zuvor eigentlich verpflichtet, nicht zu diesem Mittel zu greifen.

Die Anwendung des Paragrafen 49.3 dürfe "weder eine bequeme Lösung noch eine Abkürzung sein", sagte Lecornu. Es sei vielmehr ein "Instrument der letzten Rettung". Das Parlament könne nicht behaupten, seiner Macht beraubt worden zu sein, fügte er hinzu. Arbeitsminister Jean-Pierre Farandou verwies darauf, dass die Haushaltsdebatte bereits mehr als 350 Stunden gedauert habe.

Insgesamt muss Lecornu den Artikel 49.3 dreimal anwenden, für die Ausgaben, die Einnahmen und für den gesamten Haushalt. Der Text könnte Anfang Februar endgültig verabschiedet werden.

Die Regierung hatte den Sozialisten, auf deren Stimmen es ankommt, zuletzt mehrere Zugeständnisse gemacht. So soll eine Sondersteuer für große Unternehmen weiter bestehen, die Lecornu eigentlich abschaffen wollte. Zudem soll Mensa-Essen weiter subventioniert werden, so dass Studierende Mahlzeiten für einen Euro erhalten können.

Die Regierung hatte die Haushaltsdebatte in der Nationalversammlung ausgesetzt, weil sich kein Kompromiss abzeichnete. Die Nationalversammlung hatte im Dezember den laufenden Haushalt auf 2026 übertragen. Dies lässt aber keine neuen Sparmaßnahmen oder erhöhte Ausgaben etwa für die Verteidigung zu.

Frankreich steht angesichts einer Rekordverschuldung von 117 Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) unter Druck, seine Staatsfinanzen zu sanieren. Lecornu will das Defizit auf unter fünf Prozent des BIP senken.

TV-Legende: So geht es Thomas Gottschalk nach der Krebs-Diagnose
TV-Legende: So geht es Thomas Gottschalk nach der Krebs-DiagnoseIm November verkündete Thomas Gottschalk, dass er an Krebs erkrankt sei und sich vorerst aus der Öffentlichkeit zurückziehe. Jetzt gab der 75-Jährige ein Gesundheits-Update.

Er wollte eigentlich sechs Monate komplett aus der Öffentlichkeit verschwinden. Doch nun hat Thomas Gottschalk seine selbst auferlegte Funkstille überraschend unterbrochen. Wie Frauke Ludowig am Donnerstag in der RTL-Sendung "Exclusiv" berichtete, sei ein Mitarbeiter des Senders dem Entertainer zufällig bei einem Spaziergang in München über den Weg gelaufen.

Gottschalk war gemeinsam mit seiner Ehefrau Karina unterwegs und nutzte die Gelegenheit für ein kurzes, aber hoffnungsvolles Statement. "Ich lebe noch, wie du siehst, und das bleibt auch so", stellte der Moderator klar. "Mir geht es besser, ich freue mich wirklich. Ich bleibe euch noch erhalten."

Ehefrau Karina: "Mein Mann macht große Fortschritte"

Auch Karina Gottschalk, die ihrem Mann in dieser schweren Zeit eine wichtige Stütze ist, äußerte sich optimistisch: "Mein Mann macht Fortschritte, große Fortschritte. Wir sind darüber sehr glücklich. Es wird." Der ehemalige "Wetten, dass..?"-Moderator hatte Ende November 2025 seine Krebserkrankung öffentlich gemacht.

Er leidet an einem epitheloiden Angiosarkom – einem seltenen, bösartigen Tumor, der von den Zellen der Blutgefäße ausgeht. Die Diagnose hatte Gottschalk bereits im Sommer 2025 erhalten, sie aber erst Monate später publik gemacht. Seitdem wurde er operiert, unterzog sich weiteren Eingriffen sowie über 30 Bestrahlungen und einer medikamentösen Therapie.

Am 6. Dezember hatte sich Gottschalk mit einer letzten Ausgabe von "Denn sie wissen nicht, was passiert" aus dem Fernsehen verabschiedet. Gemeinsam mit Barbara Schöneberger und Günther Jauch verließ er das beliebte RTL-Format. Anschließend kündigte er auf Instagram an, sich die nächsten sechs Monate ausschließlich um seine Genesung zu kümmern.

Thomas Gottschalk: Kein Wort zu den Kaulitz-Zwillingen

Zu einem aktuellen Aufreger-Thema schwieg Gottschalk bei der zufälligen Begegnung: Seit Mittwoch ist offiziell bestätigt, dass Bill und Tom Kaulitz Ende des Jahres durch eine Comeback-Ausgabe von "Wetten, dass..?" führen werden. Gottschalk hatte sich bereits 2023 skeptisch zu einer möglichen Verpflichtung der Tokio-Hotel-Zwillinge geäußert und erklärt, er glaube nicht, dass es die richtige Entscheidung wäre.

DDR-Star: "Die Lütte": Künstlerin Angelika Mann ist tot
DDR-Star: "Die Lütte": Künstlerin Angelika Mann ist totOb als Lehrling in der Apotheke oder später auf großen Bühnen: Angelika Mann liebte den Publikumskontakt. Sie war eine der bekanntesten Sängerinnen in der DDR, aber auch nach dem Mauerfall gefragt.

Angelika Mann, eine der bekanntesten Künstlerinnen mit DDR-Wurzeln, ist tot. Die Sängerin und Schauspielerin starb Mittwoch im Alter von 76 Jahren, wie ihre Familie der Deutschen Presse-Agentur bestätigte. Mann - die wegen ihrer Körpergröße von 1,49 Meter auch "die Lütte" genannt wurde - stand mehr als ein halbes Jahrhundert auf der Bühne, auch als Kabarettistin und Moderatorin.

Musik spielte für die Berlinerin schon früh eine wichtige Rolle. Als Kind übte sie bis zu acht Stunden täglich Klavier, als Teenager hörte sie Bach und Beatles. Doch nach dem Abschluss der Schule absolvierte die Arzttochter zunächst eine Lehre in einer Apotheke. Sie liebte den Publikumskontakt, wie sie selbst schrieb. In der Mittagspause sang sie ihren Kollegen die neuesten Schlager vor.

Auftritte mit Manfred Krug und Uschi Brüning

In den 1970er Jahren begann dann ihre Musikkarriere richtig - zunächst an der Seite des Komponisten Reinhard Lakomy. Ihre unverwechselbare Stimme ist etwa auf Lakomys millionenfach verkaufter Kinderschallplatte "Traumzauberbaum" zu hören. Angelika Mann sang aber auch mit Manfred Krug und der Jazz-Sängerin Uschi Brüning.

Weil sie sich in der DDR zunehmend unwohl fühlte, stellte sie 1984 einen Ausreiseantrag. Ein Jahr später durfte sie das Land verlassen. Im Westen fasste "die Lütte" zügig Fuß. Zum Beispiel wurde sie am Theater des Westens als Lucy in der Dreigroschenoper bejubelt. Nach dem Mauerfall kehrte die Künstlerin dennoch gerne wieder zurück in den Osten Deutschlands - und auf viele Bühnen dort.

So war sie in der Comödie Dresden im Theaterstück "Kalender Girls" unter anderem an der Seite von Viktoria Brams, Ursula Karusseit und Uta Schorn zu sehen. Auch vor der Kamera stand sie, etwa in Rosa von Praunheims Film "Der Einstein des Sex". Nun erlag die Künstlerin einem Krebsleiden.

Tödliche ICE-Schüsse: Empörung über neue Festnahmen – Vance äußert sich zu Skandal um Fünfjährigen
Tödliche ICE-Schüsse: Empörung über neue Festnahmen – Vance äußert sich zu Skandal um FünfjährigenNach den tödlichen Schüssen durch ICE-Beamte kommt es weiter zu Protesten und neuen Festnahmen, die für Empörung sorgen. Der US-Vize äußert sich zum Skandal um einen kleinen Jungen.

Inmitten der Proteste gegen das harte Vorgehen der US-Einwanderungspolizei ICE in dem Bundesstaat Minnesota haben weitere Festnahmen für Empörung gesorgt. Nach einer Protestaktion in einer Kirche in St. Paul nahmen die Behörden drei Menschen fest, darunter eine auf Bürgerrechte spezialisierte Anwältin, wie die US-Justizministerin Pam Bondi am Donnerstag im Onlinedienst X mitteilte.

Bondi zufolge wurden die beiden schwarzen Frauen Nekima Levy Armstrong und Chauntyll Louisa Allen sowie ein Mann festgenommen. Die US-Justizministerin erklärte auf X: "Hört gut zu: Wir tolerieren keine Angriffe auf Gotteshäuser." Am Sonntag hatten Demonstrierende einen Gottesdienst in einer Kirche in St. Paul, der Hauptstadt von Minnesota, gestört, in der sie den stellvertretenden Leiter des örtlichen ICE‑Büros vermuteten.

In einem Interview mit dem Sender CNN hatte die Anwältin Levy Armstrong am Mittwoch gesagt, die Regierung von US-Präsident Donald Trump "versuche, eine friedliche und gewaltfreie Demonstration in ein Verbrechen zu verwandeln".

Vance äußert sich zu ICE-Skandal um Fünfjährigen

Für Aufregung sorgten außerdem die Festnahmen mehrerer Kinder in Minneapolis. Zuletzt hatten eine Reihe von Schulkindern in der Stadt aus Protest gegen das Vorgehen der Einwanderungspolizei den Unterricht verlassen. Daraufhin nahm ICE mindestens vier Kinder fest, darunter einen fünfjährigen Jungen – mehr über den Fall lesen Sie hier.

US-Vizepräsident Vance erklärte indes, der Fünfjährige sei "nicht verhaftet" worden. Allerdings sei der Vater des Jungen ein "illegaler Einwanderer", der geflohen sei, als ICE-Beamte ihn festnehmen wollten. Die zuständige Schulbehörde hatte erklärt, die Familie sei in einem laufenden Asylverfahren, es liege keine Abschiebungsverfügung vor.

Das Heimatschutzministerium wies zurück, dass das Kind im Fokus des ICE-Einsatzes gestanden habe. Im Visier sei dessen Vater gewesen, ein "illegaler Ausländer" aus Ecuador, teilte das Ministerium auf der Plattform X mit. Als Beamte sich dem Mann näherten, der ein Auto fuhr, sei er zu Fuß geflohen und habe sein Kind zurückgelassen.

Vance gibt lokaler Politik und Polizei die Schuld

JD Vance, der das Vorgehen der Einwanderungspolizei immer wieder vehement verteidigt hat, gab bei einem Besuch in Minnesota den örtlichen Politikern der Demokraten und der Polizei die Schuld für die Unruhen in Minneapolis. "Die mangelnde Zusammenarbeit zwischen staatlichen und lokalen Beamten erschwert uns die Arbeit und verschärft die Lage", sagte Vance, flankiert von ICE-Beamten und -Fahrzeugen.

Minneapolis zählt zu den sogenannten Sanctuary Cities, die Migranten ohne Aufenthaltsgenehmigung Schutz gewähren und nur begrenzt mit den Einwanderungsbehörden der Bundesregierung zusammenarbeiten.

Vance mahnte zudem, die US-Behörden würden nur friedliche Proteste tolerieren. "Ja, protestiert. Protestiert gegen mich. Protestiert gegen unsere Einwanderungspolitik, aber tut dies friedlich", sagte Vance an die Demonstranten gewandt. "Wenn Ihr einen Strafverfolgungsbeamten angreift, werden die Trump-Regierung und das Justizministerium Euch strafrechtlich verfolgen", fügte er hinzu.

Proteste nach ICE-Schüssen auf Renee Good

Die Proteste gegen Trumps Abschiebepolitik und die Einwanderungspolizei ICE hatten sich ausgeweitet, nachdem ein ICE-Polizist am 7. Januar die unbewaffnete Mutter Renee Nicole Good in ihrem Auto mit mehreren Schüssen tötete. Die Trump-Regierung stellt Good als "inländische Terroristin" dar, die von dem Polizisten aus Notwehr getötet worden sei, nachdem sie ihn "überfahren" habe. Videoaufnahmen zeigen jedoch, dass Good ihr Fahrzeug von dem ICE-Beamten wegsteuerte.

Die US-Regierung hat derweil bereits das nächste Ziel für die Umsetzung ihrer Abschiebepolitik ins Auge gefasst: Der nordöstliche US-Bundesstaat Maine wurde für ein verstärktes Vorgehen der Einwanderungspolizei ausgewählt.

Weltausstellung: Nach Trump-Ankündigung neue Rufe nach Expo-Bewerbung Berlins
Weltausstellung: Nach Trump-Ankündigung neue Rufe nach Expo-Bewerbung BerlinsTrumps Plan, die Expo 2035 nach Florida zu holen, sorgt in Berlin für eine heftige Debatte. Was IHK, SPD und Grüne jetzt vom Senat fordern.

Die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, die Weltausstellung Expo 2035 nach Florida holen zu wollen, hat eine neue Debatte über eine mögliche Berliner Bewerbung ausgelöst. Die Wirtschaft, aber auch Vertreter von SPD und Grünen fordern, dass Berlin seinen Hut in den Ring wirft.

"Trumps Ankündigung ist hoffentlich ein Weckruf für Berlin, die eigene zögerliche Haltung zu revidieren", erklärte der Präsident der Industrie- und Handelskammer (IHK), Sebastian Stietzel. "Wenn Berlin seinem Anspruch als Weltmetropole gerecht werden will, muss der Senat Farbe bekennen und in den Wettbewerb einsteigen." Eine Expo könne ein "Booster" sein für Innovation, Infrastruktur und Nachhaltigkeit.

Expo als "Geschichte der Freiheit"?

Auch der SPD-Spitzenkandidat für die Berlin-Wahl im September, Steffen Krach, forderte den Regierenden Bürgermeister Kai Wegner und den schwarz-roten Senat zum Handeln auf. "Die Standortfrage für die Expo 2035 ist über Nacht noch politischer geworden. Soll sie 2035 in der freien Welt oder in der Welt frei nach Donald Trump stattfinden?", erklärte er.

Nach Meinung von Grünen-Fraktionschefin Bettina Jarasch könnte eine Expo Berlins Rolle als "Leuchtturm für Weltoffenheit, nachhaltige Innovation und lebenswerte Zukunft" unterstreichen. "Kai Wegner riskiert mit seiner Verzagtheit, dass bei der Expo 2035 nun keine Geschichte der Freiheit, sondern eine Geschichte der Dominanz und der brutalen Machtpolitik erzählt wird."

Für Wegner hat Olympia Priorität

Der Berliner Senat zeigte sich in der Frage einer möglichen Expo-Bewerbung zuletzt uneins. Der Regierende Bürgermeister Kai Wegner (CDU) wie auch Innensenatorin Iris Spranger (SPD) lehnten einen solchen Schritt ab und wollen sich lieber auf eine Olympia-Bewerbung konzentrieren. Wirtschaftssenatorin Franziska Giffey (SPD) hält hingegen beides für machbar.

Senatssprecherin Christine Richter machte auf dpa-Anfrage deutlich, dass sich an Wegners Haltung nichts geändert hat. "Für den Regierenden Bürgermeister hat die Bewerbung um Olympische und Paraolympische Spiele die höchste Priorität."

Trump will Expo 2035 in Miami

Trump hatte auf der Plattform Truth Social mitgeteilt, dass sich die Vereinigten Staaten um die World Expo 2035 bewerben werden. Ausrichtungsort soll dann Miami im US-Bundesstaat Florida sein. Die Expo 2025 wurde im japanischen Osaka ausgerichtet. Die nächste Weltausstellung ist 2030 in Riad in Saudi-Arabien geplant.

Lilian Klebow feiert 20 Jahre "SOKO Wien": Das ist das Erfolgsgeheimnis der Krimireihe
Lilian Klebow feiert 20 Jahre "SOKO Wien": Das ist das Erfolgsgeheimnis der KrimireiheDie 20. Staffel "SOKO Wien" startet. Schauspielerin Lilian Klebow, von Anfang an dabei, zieht liebevolle Bilanz.

Seit über 20 Jahren steht Lilian Klebow (48) als Penny Lanz für "SOKO Wien" (seit 2005) vor der Kamera - eine Rolle, mit der sie vom rebellischen Nachwuchstalent zum erfahrenen Serienstar wurde. Im Interview mit spot on news spricht sie über ihren allerersten Drehtag auf der Donau, über wilde Szenen im Hochzeitskleid, den Teamgeist hinter den Kulissen und die Kunst, eine Figur über zwei Jahrzehnte lebendig zu halten. Außerdem verrät die Münchnerin, was sie privat von Penny gelernt hat, warum Humor ihr größtes Geheimrezept ist - und welche emotionalen Überraschungen die neue Staffel, die am 23. Januar um 18 Uhr mit der Episode "Vergeltung" im ZDF startet, bereithält.

Sie sind seit der ersten Staffel (2005) als Penny Lanz dabei - was bedeutet es für Sie, diese Rolle schon seit mehr als 20 Jahren zu verkörpern?

Lilian Klebow: Penny Lanz ist ein riesengroßes Geschenk. Ich erinnere mich noch genau an den Moment, als meine Agentin Daniela Stibitz mir am Telefon sagte: "Setz dich hin. Du hast die Rolle - und du heißt Penny Lanz!" Einer der schönsten Momente meines Lebens. Ich habe den Namen sofort geliebt.

Hätten Sie sich damals vorstellen können, diese Rolle so lange zu spielen?

Klebow: Niemals! (lacht) Mit 26 war ich rebellisch und rastlos. Penny und ich haben als junge, unerfahrene, sehr aufgeregte Schauspielerin und Ermittlerin angefangen, heute haben wir beide auf ganz unterschiedliche Weise uns selbst gefunden. Penny zu begleiten und sie mich, ist eine der schönsten Reisen meines Lebens. Und dabei durfte ich alles spielen: Action, Drama, Humor, Liebe, Verlust - nur Mama durfte nur ich sein.

Was werden Sie von Ihrem allerersten Drehtag bei "SOKO Wien" nicht vergessen?

Klebow: Die Aufregung vor dem ersten Wort. In meinem Polizeioverall, den wir damals noch hatten, mit Waffe im Oberschenkelholster, musste ich in meinen schweren Stiefeln über die Ladeklappen eines riesigen Schubverbandes steigen. Dabei musste ich mein Headset am Funk bedienen und sagen: "Alles klar. Keine verdächtige Ladung". Ich war aufgeregt, weil ich keinen Partner oder Partnerin zum Spielen hatte, sondern eine Szene ganz alleine - ich kam ja vom Theater und Musical. Es ist eine coole Szene geworden und ich liebe bis heute die großen Schubverbände auf der Donau.

Welche weiteren Momente am Set sind unvergesslich?

Klebow: Neben der wilden und musikalischen Doppelrolle in der Episode "Quantensprung" fällt mir da insbesondere eine One-Taker-Szene ein: Penny im Hochzeitskleid, entführt, festgehalten in einem Keller. Sie versucht sich zu befreien, reißt ein Metallregal aus der Wand und will die Tür einschlagen. Diese Wut, dieser Schrei, diese Hilflosigkeit - das war heftig. Als das Team danach sagte, wie stark die Szene war, war das das schönste Kompliment. Die Liebe, das Vertrauen und der Zusammenhalt bei uns am Set, machen diese Arbeit so besonders, denn Film ist ein Teamsport.

Wie schafft man es, eine Figur über zwei Jahrzehnte frisch, glaubwürdig und lebendig zu halten?

Klebow: Indem man neugierig und demütig bleibt. Genau diese Szene an diesem Tag hast du ja noch nie gespielt. Ich lasse los und lasse mich voll auf den Moment ein. Dann denke ich nicht mehr, sondern bin einfach. Die Arbeit an der Szene, am Buch, hat man ja vorher gemacht.

Gibt es etwas, das Sie privat von Penny Lanz gelernt haben?

Klebow: Mut und klare Ansagen zu machen, wo ich manchmal viel diplomatisch-freundlicher veranlagt wäre. Durchhaltevermögen und Humor.

Was hat sich am meisten verändert - in der Serie, im Team oder in Ihnen selbst - seit Staffel eins?

Klebow: Als junge Schauspielerin wollte ich Fernseh- oder Filmpreise gewinnen, große Rollen spielen und möglichst viel Verschiedenes drehen. Ich fürchtete mich vor der Schublade, in die man so gerne gesteckt wird. Gut, in der stehe ich zwar knietief - aber mit Stolz. Ich darf heute beruflich so vieles machen: Kino, Moderation, Kabarett, meinem Knef-Abend als Sängerin - dafür bin ich zutiefst dankbar. Darüber hinaus durfte ich meine Kinder jeden Tag aufwachsen sehen - das Wichtigste und Schönste überhaupt. Ohne das verständnisvolle "SOKO"-Team, das da war, wenn ich müde, überfordert oder erledigt war, wäre das nicht möglich gewesen. Dieses Team voller besonderer Menschen ist das Geheimnis der "SOKO Wien".

Die Dreharbeiten zwischen Wien und München verlangen sicher viel Organisation - wie gelingt Ihnen der Spagat?

Klebow: Gnadenlose Selbstausbeutung (lacht). Mutter zu sein, ist eigentlich ein Managerinnenjob - nur leider gesellschaftlich nicht so anerkannt. Meine Organisationsskills sind bemerkenswert geworden, die Krisenresilienz wächst. Mich bringt so schnell nichts mehr aus der Ruhe. Irgendwann habe ich Wut und Selbstmitleid hinter mir gelassen und einfach gemacht und gegeben, ohne darüber nachzudenken. Das war teilweise eine gesunde Abkehr vom Ego und teilweise erschöpfend. Man wird gut in Spontanität und schnellen Entscheidungen, in unserem schwer planbaren Beruf. Schlussendlich hat aber der Humor Erich [Schauspieler Erich Altenkopf, Red.] und mich und unsere Liebe durch alles getragen. Denn ein Spagat ist und bleibt anstrengend.

Haben Sie schon mal darüber nachgedacht, die Serie zu verlassen?

Klebow: Natürlich. Es gab Momente, in denen ich dachte, ich schaffe den Spagat zwischen Job und Kindern nicht oder brauche Neues. Aber die Liebe zu Penny und die Möglichkeit bei meinen Kindern zu sein, haben immer überwogen.

In 20 Jahren verändert sich auch das Team. Wie haben Sie Abschiede und Neuanfänge am Set erlebt?

Klebow: Vor allem die Abschiede am Anfang von Pia Baresch, Alma Hasun, Cornelius Obonya und besonders meinem Partner Manuel Witting haben mir sehr leidgetan. Kein Abschied war leicht und jeder anders, manche waren hochemotional und erschütterten ein Dreamteam. Aber in jedem lag auch die Chance auf Veränderung. Auch Penny konnte so irgendwann aus dem Küken-Status herauswachsen. Nun bin ich der letzte Dinosaurier. Aber es geht ja weiter und über neue Kollegen wie Martin Gruber kann man sich einfach nur freuen, großartiger Schauspieler und Mensch.

Was dürfen die Zuschauerinnen und Zuschauer in der neuen Staffel von Penny Lanz erwarten - gibt es Überraschungen?

Klebow: Oh ja. Penny verliebt sich wieder einmal - und so viel sei verraten: natürlich unglücklich. (lacht) Außerdem greift eine Folge das Thema Femizide erneut auf. In "Jausenstation Hödlmoser" (2014) wurden junge Frauen von den Hödlmosers entführt und getötet. Auch Penny wurde in dieser Folge entführt und bedroht. Die Wut auf Femizide, die extreme Form von geschlechtsbezogener Gewalt gegen Frauen, teile ich mit meiner Rolle. Und in "Hödlmoser reloaded" kommt das Thema wieder auf den Tisch. Eine spannende, berührende und heftige Reise in die Vergangenheit und ein gesellschaftlich wichtiges Thema. Es gibt auch eine Folge über sogenannte "Tradwives" - das Eintauchen in dieses Universum hat mir große Freude bereitet. Sehr spannend waren für mich auch viele Drehorte: das neue Wasserlabor an der Donau, die Universität für Bodenkultur oder der stillgelegte Reaktor in Zwentendorf.

Wenn Sie auf 20 Staffeln SOKO Wien zurückblicken - was möchten Sie dem Publikum sagen?

Klebow: Ein riesiges Danke! Es ist berührend, über zwei Jahrzehnte hinweg begleitet zu werden - manchmal schon über Generationen. Jedes Feedback, jede Begegnung bedeutet mir viel. Es ist eine Ehre, das tun zu dürfen, was ich liebe.

Frei- und Hallenbäder: Land gibt Millionen für Schwimmbäder
Frei- und Hallenbäder: Land gibt Millionen für SchwimmbäderJetzt bewerben: Kommunen mit Schwimmbad-Plänen können auf Millionen hoffen. Wer von der Landesförderung profitiert, entscheidet eine Jury.

Mit 25 Millionen Euro greift das Land den Städten und Gemeinden bei Bau oder Erweiterung von Schwimmbädern unter die Arme. Das Geld kommt aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität, wie das für Kommunen und Sport zuständige Innenministerium mitteilte.

"Gerade für Kinder und Jugendliche spielt eine verlässliche Schwimmausbildung eine zentrale Rolle", betonte Innenministerin Magdalena Finke (CDU). Ziel des Landesprogramms sei es, Versorgungslücken zu schließen und zusätzliche Wasserflächen für das Schulschwimmen, die Schwimmlernausbildung und den Schwimmsport zu schaffen.

Städte und Gemeinden können sich bis zum 30. April 2026 mit planungsreifen Projekten bewerben. Der Schwerpunkt liegt nach Finkes Angaben auf Vorhaben, die bis zum Jahr 2030 umsetzbar sind. Gefördert werden Neubauten oder Erweiterungen von Schwimmsportstätten. Sie sollen einen Beitrag zur Verbesserung der Schwimmausbildung, zur sportlichen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen und zum gesellschaftlichen Zusammenhalt vor Ort leisten.

Voraussichtlich bis Juni soll eine Jury über die auszuwählenden Projekte entscheiden. Sie besteht aus Vertretungen des Innenministeriums, der Kommunalen Landesverbände und des Landessportverbandes.

Extremismus: Prozess gegen militante "Sächsische Separatisten" begonnen
Extremismus: Prozess gegen militante "Sächsische Separatisten" begonnenIn Dresden hat ein Mammutprozess gegen mutmaßlich militante Neonazis begonnen. Laut Anklage waren sie von einem Kollaps Deutschlands überzeugt und wollten große Teile Sachsens erobern.

Acht junge Männer aus der rechten Szene stehen seit Freitag in Dresden unter anderem wegen Terrorismus-Verdachts vor Gericht. Die Bundesanwaltschaft rechnet sie der militanten Neonazi-Gruppe "Sächsische Separatisten" zu. Die Männer im Alter zwischen 22 und 26 Jahren sollen sich wegen Beteiligung an einer terroristischen Vereinigung, Vorbereitung eines hochverräterischen Unternehmens und weiterer Anklagepunkte verantworten. Noch vor Verlesen der Anklageschrift stellte ein Verteidiger einen Antrag zum Ausschluss der Öffentlichkeit. Zur Begründung des Antrages wurde die Öffentlichkeit ausgeschlossen.

"Apokalyptische Überzeugungen"

Laut Bundesanwaltschaft sollen die Beschuldigten einer im Februar 2020 gegründeten Vereinigung angehört haben, die sich selbst "Sächsische Separatisten" nannte und deren zuletzt etwa 20 Mitglieder rassistische, antisemitische und teilweise apokalyptische Überzeugungen vertraten. Sie seien der Überzeugung gewesen, dass Deutschland vor dem Kollaps stehe und fest entschlossen gewesen, bei dieser Gelegenheit mit Waffengewalt möglichst große Gebiete in Sachsen zu erobern, um dort einen eigenständigen, an der NS-Ideologie ausgerichteten Staat zu errichten.

AfD distanziert sich von Beschuldigten aus den eigenen Reihen

Im November 2024 hatten Einsatzkräfte an mehreren Orten in Sachsen sowie in Polen bei einer Razzia acht Männer festgenommen. Durchsuchungen gab es auch in Österreich. Zu der Gruppierung sollen auch drei AfD-Mitglieder gehört haben. Der sächsische AfD-Landesverband hatte rasch jegliche Verbindung zu der betroffenen Gruppierung zurückgewiesen. Zum Prozessauftakt hatte im Zuschauerraum auch ein AfD-Landtagsabgeordneter Platz genommen.

19 Verteidiger im Verhandlungssaal

Neben den Beschuldigten, die aus der Untersuchungshaft in Handschellen in den Verhandlungssaal gebracht worden, nahmen insgesamt 19 Verteidiger Platz. Ein Beschuldigter lässt sich von fünf Juristen verteidigen, alle anderen von zwei. Das Gericht verhandelt unter dem Vorsitz von Richterin Simone Herberger.

Verteidiger fordert Freispruch für seinen Mandaten

Der Freiburger Anwalt Dubravko Mandic, der mit vier Kollegen einen Grimmaer Kommunalpolitiker vertritt, forderte per Pressemitteilung einen Freispruch für seinen Mandanten. "Wir weisen die Vorwürfe des Generalbundesanwalts vollumfassend zurück. Der Prozess sowie die Untersuchungshaft sind unverhältnismäßig", hieß es. Eine Organisation "Sächsische Separatisten" habe es nie gegeben. Man könne seinem Mandanten auch keinen Tötungsvorsatz unterstellen. Der heute 26-Jährige soll bei seiner Festnahme eine Langwaffe in den Händen gehalten haben.

Der Prozess läuft wie in solchen Fällen üblich unter hohen Sicherheitsvorkehrungen. Das Oberlandesgericht Dresden hat nach Prozessbeginn zunächst 67 weitere Verhandlungstermine angesetzt.

Großes Polizeiaufgebot: Polizeieinsatz bei Beerdigung im Berliner Clan-Milieu
Großes Polizeiaufgebot: Polizeieinsatz bei Beerdigung im Berliner Clan-MilieuBei der Beerdigung einer "polizeibekannten Milieugröße" in Berlin ist die Polizei mit mehreren Hundert Kräften im Einsatz. Die Behörden wollen die öffentliche Ordnung sichern.

Ein großer Polizeieinsatz hat in Berlin Trauerveranstaltungen rund um eine Beerdigung im Clan-Milieu begleitet. Schon am Vormittag waren zahlreiche Polizisten an der Sehitlik-Moschee im Stadtteil Neukölln postiert. Gäste fuhren dort zum Trauergebet vor. Viele Blumengestecke, meist mit Namen der Absender versehen, wurden an der Moschee präsentiert. Am Morgen wurde ein Sarg hineingetragen.

Bei der anschließenden Beerdigung auf einem Friedhof in Berlin-Westend würden viele "polizeibekannte Besucher" erwartet, hieß es von einem Polizeisprecher. Bei ähnlichen Beerdigungen waren es in früheren Jahren mehr als Tausend Besucher.

Der am Dienstag an einer Krankheit gestorbene 62-Jährige kam vor vielen Jahren aus der Türkei nach Berlin und bezeichnete sich selbst als Geschäftsmann. Die Polizei sprach von einer "polizeibekannten Milieugröße". Die Gewerkschaft der Polizei (GdP) erklärte, der Verstorbene sei eine Clan-Größe gewesen, die in der organisierten Kriminalität bis zuletzt Einfluss genossen habe.

Unbekannte feuerten 20 Schüsse auf sein Haus

Mitte Dezember gab es einen großen Polizeieinsatz vor seinem Haus im Stadtteil Lichterfelde, weil unbekannte Angreifer mit einer Waffe 20 Schüsse auf das Haus abgefeuert hatten. Die Ermittlungen wegen versuchten Totschlags laufen laut Polizei noch.

Die Polizei will angesichts der vielen Menschen bei der Beerdigung die öffentliche Ordnung aufrechterhalten. Daher sind mehrere Hundert Polizisten im Einsatz. Darunter sind auch "szenekundige" Kriminalpolizisten in Zivil aus dem Landeskriminalamt (LKA). Die Polizei steht nach eigenen Angaben in ständigem Kontakt mit der Familie, um einen ruhigen und angemessenen Ablauf zu gewährleisten. So soll es auch keinen Autokorso von der Moschee durch die Stadt zum Friedhof geben.

"Ein Schaulaufen der Organisierten Kriminalität dieser Stadt"

Die GdP rechnet damit, dass sich wie bei vergleichbaren Todesfällen in den vergangenen Jahren Freunde und Feinde des Gestorbenen blicken lassen. "Ein Schaulaufen der Organisierten Kriminalität dieser Stadt", erklärte GdP-Sprecher Benjamin Jendro.

Der Begriff Clankriminalität ist umstritten, weil er nach Ansicht von Kritikern Menschen mit Migrationshintergrund allein aufgrund ihrer Familienzugehörigkeit und Herkunft stigmatisiert und diskriminiert.

Stuttgart: Junger Koala im Zoo Wilhelma gestorben
Stuttgart: Junger Koala im Zoo Wilhelma gestorbenMonatelang kämpften Experten für Borobi – am Ende half es nichts. Warum sein Tod in der Wilhelma nicht nur traurig, sondern auch für die Koala-Zucht ein Rückschlag ist.

Im Stuttgarter Zoo Wilhelma ist das Koala-Männchen Borobi mit eineinhalb Jahren an einer Lungenentzündung gestorben. Das Jungtier litt monatelang an der Krankheit, wie der Zoo mitteilte. Trotz intensiver Therapien mit Experten aus Australien und Humanmedizinern verschlechterte sich sein Zustand Ende Dezember 2025 so stark, dass es eingeschläfert werden musste.

Kurator Volker Grün sprach von einem emotionalen Verlust. Borobi sei zudem genetisch wertvoll für die europäische Koala-Reservepopulation gewesen. Wilhelma-Direktor Dr. Thomas Kölpin sieht den Tod als natürlichen Teil des Lebens, hob aber als Lichtblick den neuen Nachwuchs des Weibchens Auburn hervor, dessen Joey bald sichtbar sein wird.

Mit hoher Geschwindigkeit: Verfolgungsfahrt endet nach Kollision mit Streifenwagen
Mit hoher Geschwindigkeit: Verfolgungsfahrt endet nach Kollision mit StreifenwagenEin 23-Jähriger flüchtet nach dem Anblick eines Polizeiwagens mit hohem Tempo über die Landesgrenze. Wie die Polizei ihn schließlich stellt und was sie im Auto findet.

Ein unter Drogeneinfluss stehender Autofahrer hat sich in der Nacht zu Donnerstag eine Verfolgungsfahrt über die Landesgrenze von Baden-Württemberg nach Bayern geliefert und ist anschließend festgenommen worden. Der 23-Jährige sei schon beim Erblicken des Streifenwagens bei Wittighausen (Main-Tauber-Kreis) losgerast, wie eine Polizeisprecherin sagte. Zuvor hatten die Streifenpolizisten gar nicht die Absicht gehabt, den Mann zu kontrollieren.

Bei seiner Flucht missachtete der Mann Anhaltesignal und raste mit seinem Auto mit bis zu 200 Kilometern pro Stunde über mehrere Orte bis auf einen Feldweg bei Giebelstadt (Kreis Würzburg). Dort touchierte er einen Streifenwagen. Verletzt wurde niemand, der Schaden liegt bei rund 5.000 Euro.

Der Mann konnte nach der Verfolgungsfahrt widerstandslos festgenommen werden. In seinem Auto fanden die Beamten einen Schlagring und Utensilien für Betäubungsmittel. Zudem ergaben sich Hinweise auf Drogenkonsum. Der Fahrer musste eine Blutprobe abgeben, sein Führerschein wurde beschlagnahmt. Gegen ihn wird nun strafrechtlich ermittelt.

Wahl: Briefwahl: Fristen, Unterlagen und Tipps zur Landtagswahl
Wahl: Briefwahl: Fristen, Unterlagen und Tipps zur LandtagswahlKeine Zeit, am 8. März im Wahllokal zu erscheinen? Kein Problem. An den Landtagswahlen kann man auch per Briefwahl teilnehmen. Ein paar Dinge gilt es aber zu beachten.

Der Termin kommt schneller, als man denkt: Am 8. März 2026 ist Landtagswahl. Wer am Wahltag nicht persönlich im Wahllokal erscheinen kann oder will, kann per Briefwahl wählen. Und das geht so:

Wie kann man Briefwahl beantragen?

Die Unterlagen können per Mail, per Post oder je nach Gemeinde auch online am jeweiligen Wohnsitz beantragt werden. Das ist laut der Landeszentrale für Politische Bildung (lpb) noch bis zwei Tage vor der eigentlichen Wahl am 8. März 2026 möglich - also bis zu dem Freitag davor.

Man kann aber auch warten, bis etwa drei Wochen vor der Wahl die eigentliche Wahlbenachrichtigung kommt und dort ankreuzen, dass man per Brief wählen will. Dann wird dies an die Gemeinde geschickt, die die Briefwahldokumente dem Wahlberechtigten zukommen lässt.

Es ist auch möglich, die Unterlagen persönlich abzuholen, sobald sie vorliegen, und vor Ort auszufüllen. Die Gemeinde muss dafür sicherstellen, dass der Stimmzettel unbeobachtet ausgefüllt und in den dazugehörigen Umschlag gelegt werden kann.

Bis wann muss man Briefwahlunterlagen abgeben?

Der Wahlbrief muss am Wahlsonntag bis 18.00 Uhr bei der auf dem Umschlag angegebenen Stelle sein. Man kann ihn dort abgeben oder ihn dorthin schicken. Letzteres allerdings sollte spätestens am Donnerstag vor der Wahl geschehen, damit die Briefwahlunterlagen von der Post auch rechtzeitig zugestellt werden können, wie das Innenministerium empfiehlt. Wenn die Unterlagen nicht rechtzeitig ankommen, wird die Stimme nicht gezählt.

Woraus bestehen die Briefwahlunterlagen und was muss man ausfüllen?

Aus einem Wahlschein, auf dem eine Erklärung unterschrieben werden muss, dass man den Stimmzettel persönlich ausgefüllt hat. Außerdem aus dem eigentlichen Stimmzettel. Darauf können Erst- und Zweitstimme vergeben werden. Der Stimmzettel kommt in einen laut Landeswahlordnung blauen Umschlag und dieser zusammen mit dem Wahlschein in einen roten Wahlbriefumschlag. Dann können die Unterlagen verschickt oder abgegeben werden.

Drei Tore in vier Spielen: Mann der Stunde: Hamburger Matanovic trifft in Europa League
Drei Tore in vier Spielen: Mann der Stunde: Hamburger Matanovic trifft in Europa LeagueLange nur dabei, nun mittendrin. Igor Matanovic legt beim SC Freiburg einen bemerkenswerten Start ins neue Jahr hin. Der Stürmer wurde in Hamburg groß.

Seine Hamburger Derby-Bilanz ist positiv. Zweimal spielte Igor Matanovic für den FC St. Pauli gegen den HSV. Beide Mal gewannen die Kiezkicker mit 1:0 (2021) und 3:0 (2022).

Doch über das große Stadtduell am Freitagabend ist der gebürtige Hamburger zumindest sportlich im Moment hinausgewachsen. St. Pauli gegen den HSV ist Bundesliga-Abstiegskampf - der 1,94 Meter große Matanovic aber spielt jetzt für den SC Freiburg in der Europa League und für Kroatiens Nationalteam auf dem Weg zum WM.

Mit seinem Siegtor zum 1:0 (0:0) gegen Maccabi Tel Aviv führte der 22-Jährige den Sport-Club am Donnerstagabend ganz dicht ans Achtelfinale der Europa League heran. Der Angreifer ist voll im Flow, der Mann der Stunde in Freiburg. Drei Tore in vier Pflichtspielen hat er seit der Winterpause schon erzielt - inklusive des ebenfalls späten Siegtreffers beim 2:1 gegen den Hamburger SV.

"Ich habe gewartet auf meine Chance"

Er sei schon auch etwas "stolz" auf sich, sagte Matanovic nach dem Spiel gegen Tel Aviv. Der Verlauf der Partie bilde nämlich auch ganz gut seine bisherige Saison ab, meinte der siebenmalige kroatische Nationalspieler: "Ich habe gewartet auf meine Chance, bin geduldig geblieben. Das ist unfassbar wichtig im Fußball." Wer die erste Chance nicht nutzt, müsse cool bleiben und dann eben die zweite nutzen.

Gegen Israels Rekordmeister war ihm das eindrucksvoll gelungen. Erst traf Matanovic freistehend vor dem leeren Tor nur die Latte, acht Minuten vor dem Ende dann mit einem herrlichen Kopfball zur Entscheidung. "Den schweren macht er, den einfachen nicht", scherzte Mitspieler Maximilian Eggestein. Das Tor zum 1:0 sei aber wirklich "sensationell" gewesen, sagte der 29-Jährige.

Sternstunde gegen Stuttgart

Sommer-Einkauf Matanovic - nach einem durchwachsenen ersten Halbjahr ist er jetzt im Winter plötzlich mittendrin beim SC. Eine Muskelverletzung hatte ihn kurz vor dem Saisonstart ausgebremst. Bis zur Weihnachtspause stand er nur in einem Bundesliga-Spiel in der Startelf. Beim 3:1 gegen den VfB Stuttgart im September avancierte er als Joker mit zwei Toren zum Matchwinner, seine Gesamtbilanz hübschte das aber nur marginal auf. Nun tauscht der gebürtige Hamburger die des Reservisten mehr und mehr gegen eine zentrale Rolle.

Er habe in seiner noch kurzen Karriere schon diverse Phasen durchmachen müssen, erklärte Matanovic. Er sei "dankbar" dafür. Für den Karlsruher SC etwa kam er als Zweitliga-Stürmer in der Saison 2023/2024 auf beachtliche 14 Tore. Er hatte aber auch schon mit Verletzungssorgen zu kämpfen - wie in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit bei Eintracht Frankfurt. Erfahrungen, die dem Stürmer helfen. Und wohl auch auf seine aktuelle Entwicklung einzahlen.

Schuster lobt den Fleiß des Stürmers

Es sei normal, dass ein neuer Spieler Dinge erst verinnerlichen müsse, meinte SC-Trainer Julian Schuster. Man müsse sich auch gegenseitig kennenlernen. Das sei ein Prozess. Matanovic habe "diesen Riecher", kommentierte der Coach die Abschlussqualitäten seines Angreifers. Dazu sei es "bemerkenswert, wie er arbeitet". Mittlerweile sogar noch "einen Tick mehr".

Das Potenzial des Spielers sei unabhängig von Startelf- oder Joker-Einsätzen immer zu sehen gewesen, gab Schuster zu verstehen. Jetzt aber kommt es so richtig zur Geltung. Matanovic als Mann der Stunde. Auch am Sonntag im nächsten Bundesliga-Spiel gegen den 1. FC Köln?